2012

“…..in earlier times it was easier to control a million people, literally, than physically to kill a million people. Today it is infinitely easier to kill a million people than to control a million people.”        -        Zbigniew Brzezinski

Das grösste Rätsel unserer Zeit bezeichne ich als Informationsparadox. Es handelt sich dabei um das Phänomen des rasant wachsenden Widerspruchs zwischen global verfügbaren, zirkulierenden Informationen, die seit dem Anschluss der Mobiltelefone ans Internet bald für jeden Menschen der Erde zugänglich sind und der global konzentrierten Kontrolle über Land, natürliche Ressourcen und Gesetzgebung in den Händen einiger hundert Familien, Grosskonzerne und Banken. (sehr schön dokumentiert von dieser kürzlich veröffentlichten ETH-Studie) Mit zirkulierden Informationen meine ich wohlgemerkt nicht die Nachrichten über das Privatleben von Filmstars, sondern jene Informationen, die uns potentiell dazu verhelfen, uns selbst und unseren Lebensraum Erde zu verstehen und sinnvoll zu nutzen. Wissen, Knowhow.

Man könnte davon ausgehen, dass durch die universelle Verfügbarkeit von immer besseren und umfassenderen Informationen auch jene Menschen zu einer inneren Transformation bewegt, welche die besagte Kontrolle über die Ressourcen ausüben. Doch dem ist ganz offensichtlich nicht so. Dies zeigt sich mittlerweile auch in ihrem Versuch, den Informationsfluss im Internet zu kontrollieren. Die Kontrolle der westlichen Medien ist sogar schon nahezu total. Wir leben de fakto bereits mit einem totalitären Mediensystem. Während es im Vorfeld des zweiten Irakkrieges noch starken Widerstand in den europäischen Medien gab, wurde mit dem Krieg gegen Khaddafi ein neues Zeitalter eingeläutet. Die westlichen Medien standen vereint hinter USA und NATO. Es war relativ einfach, weil Khaddafi mit seinem sehr zweifelhaften, nicht selten ruppigen Regierungsstil leicht diabolisiert werden konnte. In Syrien ist man jedoch mittlerweile dazu übergegangen, systematisch die Realität sozusagen virtuell zu erschaffen, da Assad einfach nicht in das Schema des Diktators hineinpasst und die Menschen in Syrien bei weitem nicht so unglücklich sind, wie man es uns weismachen will (1,2) und mehr unter den Bombenangschlägen und Enführungen der bewaffneten Rebellen, als der Syrischen Armee zu leiden haben. Dabei stört auch nicht mehr weiter, dass die Nachrichtenagentur Reuters vor der Gefahr von Al-Quaida warnt und gleichzeitig die Rede der Nr.1 von Al-Quaida reportiert, in der er zum Sturz des Regimes von Assad aufruft. Es stört genau so wenig, wie die Tatsache, dass in Libyen nun Menschen an der Macht sind, die Al-Quaida angehören, die die Scharia einführen und die Frauen ihrer von Khaddafi verliehenen Rechte wieder berauben…Die Menschen im Westen scheinen tief und gründlich zu schlafen. Vielleicht handelt es sich bei solchen Meldungen um eigentliche Tests, um zu überprüfen, ob sie tatsächlich nicht mehr aufwachen.

Jene Wenigen, die die physischen Ressourcen und die Gesetzgebung auf unserem Planeten kontrollieren, wollen also auch die metaphysischen Ressourcen kontrollieren. Dabei stossen sie immer wieder auf den gleichen inneren Widerspruch, der sie wohl rasend machen muss: damit Menschen gewinnbringend arbeiten können, brauchen sie Informationen, je mehr, desto besser. Wenn die Informationen zu stark reguliert werden, können sie nicht mehr gewinnbringend arbeiten. Wenn sie die Informationen jedoch auf allen Ebenen frei zirkulieren lassen, werden die Menschen früher oder später das Machtmonopol der Wenigen in Frage stellen und beseitigen wollen. Sie können zwar versuchen Menschen den freien Zugang zu gewissen Ebenen, zum Beispiel naturwissenschaftlichen Informationen zu gewähren. So würden die Menschen nach und nach zu einer Art Werkzeugroboter mutieren, die irgendwelche Güter hocheffizient produzieren und ebenso effizient konsumieren, ohne ihre sozial und spirituelle Unterwerfung zu bemerken, aber das wird letztlich nie funktionieren, weil jeder Mensch eine inhärente Erinnerungsfunktion an sein wahres, göttliches Wesen hat. Die Wenigen sind also mit einem  Widerspruch konfrontiert, der tatsächlich nur dadurch zu lösen ist, indem sie sich entweder selbst an ihr göttliches Wesen erinnern, abdanken oder unsere Zivilisation auslöschen.

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Ein grosser Mann ist tot

Libyscher Golddinar

Am 21.Oktober 2011 starb der libysche Revolutionsführer Muammar Gaddafi. Er hatte das Land ziemlich genau 40 Jahre lang regiert. Trotz oder wegen seines autoritären und bisweilen diktatorischen Führungsstils baute er in Libyen einen Staat mit basisdemokratischen und sozialistischen Elementen auf. So war die Schuldbildung und die Gesundheitsversorgung kostenlos und jedermann konnte Kredite für Autos und Wohnungskauf erhalten. Ein Teil der Erlöse aus dem libyischen Erdölgeschäft gingen zeitweise direkt auf das Konto jedes Libyers. Doch Gaddafi setzte sich auch für die landwirtschaftliche Autonomie seines Landes ein, das zu Beginn seiner Aera fast zu 100% von Importen abhängig war. Das Mittel zur landwirtschaftlichen Autonomie war der Bau des “Great Man Made Rivers”, eines Kanals von den unterirdischen Wasservorkommen in der Wüste bis an die Küste.
Gaddafi setzte sich auch für die Selbstbestimmung des afrikanischen Kontinents ein. So steuerte er einen Hauptteil des Kapitals für den ersten afrikanischen Telekommunikations-Satelliten bei. Davor bezahlten alle afrikanische Länder hohe Mieten für europäische Satellitenkapazitäten. Selbstverständlich setzte er sich auch für den Schutz der Afrikaner vor der Ausbeutung ihrer Bodenschätze durch westliche Konzerne ein.
Die Schuld Gaddafis an den Attentaten in Lockerbie und Berlin ist bis heute nicht erwiesen.
Sein letztes, grosses Projekt war die Einführung des libyschen Gold-Dinars, einer neuen Leitwährung, die er als Tauschmittel für libysches Erdöl vorsah. Dieser Plan hat ihm wohl definitiv den Kragen gekostet, da das amerikanisch-zionistische Imperium bislang nur den Dollar als Handelswährung für Erdöl toleriert. Der Grund dafür ist einfach: Dollars werden bei der FED  kostenlos als digitales Geld kreiert, das erst durch den erzwungenen Tausch gegen Oel einen Gegenwert erhält…

Gaddafis Einsatz für die Selbstbestimmung der Nationen war vorbildlich. Sein kleines Land, das ihm keine effektiven Machtmittel gab, liess ihn scheitern. Mögen andere seine Arbeit weiterführen – die erwachenden Massen weltweit und jene Staatsmänner, die die nötigen Mittel haben, um die Bemühungen mit Erfolg zu krönen.

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Die Fehler des Don Khaddafi

Poker wird immer über mehrere Runden gespielt. Viel mehr Runden als Weltpolitik. Und man kann bluffen, etwas, das man in der Weltpolitik, mit den Armeen von Geheimdienstleuten, überhaupt nicht kann.
Khaddafi, einer der wenigen Staatschefs, die ein echtes nationales Projekt haben (wenn auch mit stark stammesgesellschaftlicher Prägung), scheint sich um die Bedingungen der Weltpolitik zu foutieren. Er denkt, seine Ideen seien stärker, als die Waffen seiner Gegner. Er meint, es handle sich um ein Pokerspiel. Er scheint vollkommen zu vergessen, dass er der kleine Don Khaddafi ist, der ein kleines Gebiet mit etwa 2% der Welt-Tagesförderung von Erdöl kontrolliert. Warum will er sich mit dem grossen Don “Uncle Sam” Obama anlegen? Warum provoziert er Don “Jehuda” Sarkozy und Don “Moses” Netanyahu? Der kleine Don “Padrone” Chavez und der kleine Don “Sojus” Lukaschenko sind keine Verbündeten, auf die man zählen kann, wenn es hart auf hart geht.
Egal ob sein Programm des grünen Buches, seine Direktzahlung der Oeleinkünfte auf das Privatkonto jedes Libyers, seine Landwirtschaftsprojekte und die kostenlose Gesundheitsversorgung vorbildlich sind oder nicht.
Don Khaddafi scheint einfach nicht einsehen zu wollen, dass die Weltpolitik eine Politik der Interessen ist, in der jeder Staat seine Interessen ohne Rücksicht auf andere Staaten verfolgt. So wie es die graue Eminenz Henry Kissinger klipp und klar ausdrückt. Eine Politik ohne den leisesten Hauch von Moral, Prinzipien oder Ideen. Eine Politik, die sich ausschliesslich an den Grundwerten wie Dominanz, Kontrolle und Ausbeutung der grossen Clans der Americanos (USA), der Zionishva (Israel), der Gelbfluss-Dynastie (China) und deren Verbündeten orientiert.
In diesem Sinne handelt es sich bei Khaddafi um einen geradezu verantwortungslosen Dummkopf, der sein Volk aus purem Narzismus ans Messer des Imperiums zu liefern scheint. Ein zweitklassiger Gangster, ohne Sinn für Schach und Strategie. Ein Rebell, der von seinem Volk verlangt, dass alle Tribut für seine  Rebellion leisten.
Warum hat er sich nicht ein Vorbild bei den Schweizern genommen, die sich seit langer Zeit erfolgreich mit Neutralität und Rotem Kreuz durchtricksen? Stattdessen machte er der linken Heiligen Calmy-Rey, die so vorbildlich das iranische Kopftuch trug, die Hölle wegen seines charakterlosen Sohnes heiss, der in Genf mit der Justiz in Konflikt kam. Das Resultat: die Schweiz importiert kein Erdöl aus Libyen mehr.
Hätte er sich bemüht, mit Don “Tsar” Putin und Don “Madhi” Ahmadi Nedjad tragfähige Allianzen zu schmieden, wäre ihm die Katastrophe vielleicht erspart geblieben. Ich würde mit Shakespeares Ophelia enden, wie sie von Hamlet sagt: O what a noble mind is here o’erthrown!
Doch vielleicht gibt es noch eine tiefere Wahrheit im Phänomen Khaddafi, die sich durch ein banales Experminent mit Ratten illustrieren liesse: Wenn man eine Gruppe von Ratten daran gewöhnt, dass sie einen Stromschlag durch den die gesamte Fläche des Käfigbodens kriegen, nachdem ein Ton erklungen ist, beginnen die Ratten den Schlag sehr schnell zu erdulden, weil sie erkennen, dass es aussichtslos ist, sich dagegen zu wehren und eine Lösung zu finden. Wenn man eine andere Gruppe von Ratten in einem Käfig leben lässt, wo nur ein Teil des Bodens unter Strom steht, finden die Ratten schnell heraus, wohin sie sich setzen müssen,um den Schlag zu entgehen, nachdem der Ton erklungen ist. Setzt man nun die zweite Gruppe Ratten in die Käfige der ersten Gruppe werden sie vollkommen verwirrt, weil sie das, was sie gelernt haben anwenden, es ihnen aber nichts nützt. Die Ratte Khaddafi ist klug, aber machtlos, wenn ein Experimentator die Rahmenbedingungen seines Lebens diktiert.

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Der Anfang vom Ende

Warum das Stück “Der Tod von Osama Bin Laden” ausgerechnet Anfang Mai 2011 zum Besten gegeben wird, darüber rätselt die unabhängige Presse im Internet nach wie vor.
Während die Tageszeitungen sich gegenseitig darin überbieten, die Lügengeschichte in allen Einzelheiten den vor sich hindämmernden Konsumenten einzureiben, so wie man einem Dementen täglich seine wund gelegenen Stellen mit einer Salbe beschmiert, erklärt der altgediente amerikanische Staatsdiener Steve Pieczenik dem Journalisten Alex Jones , dass Osama Bin Laden Ende 2001 verstorben sei und erinnert daran, dass Benazir Bhutto eine Woche nach ihrer frevelhaften Aesserung zum angeblichen Ableben des besagten saudi-arabischen Abtrünnigen aus dem Weg geräumt wurde.
Wir werden also spät genug erfahren, warum die Drahtzieher der Weltwirtschaftspolitik (gibt es noch eine andere Politik als eine Wirtschaftspolitik?) diesen prächtigen 2.Mai (zumindest im schönen Schweizerländchen) auserwählten, um ihre Agenda ein Stück weiter voranzutrieben.
In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass die selben Herren Anfang Juni 2011 im Oberengadin unter dem Namen Bilderberger Gruppe an den Gestaden des St.Moritzersees zu tagen gedenken. Für die Schweizer ist das allem Anschein nach kein Problem. Vielleicht, weil einfach so viel Gekrümel vomTisch abfällt, wenn dort gespiesen wird. Jesus speiste bloss 5000, die vom einfältigen Schweizer Politiker hofierte Weltfinanz speist ganze Städte und in St.Moritz findet man eine gütliche Lösung für das Zweitwohnungsproblem.
Nietzsche hauste übrigens knapp zehn Kilometer weiter süd-westlich in Sils-Maria. Auch er wusste, dass Wissen Macht ist. Zu seinem Glück oder Unglück, war er zu wenig berechnend, es für sich zu behalten, wodurch es sich in eine Kraft verwandelte. Die Kitesurfer auf den Seen zwischen dem Dörfchen des Christen Nietzsche und dem Dörfchen der Gottlosen bei Kempinski sind Meister im nutzen der Windkraft. Mögen sie uns doch erklären, wie man auch den Teufel als williges Arbeitstier, gefahrlos vor den Wagen spannt!

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Das Ego bei der Arbeit

Viele Pferdebesitzer haben Probleme, ihr Pferd in einen Anhänger zu verladen. Pferde fürchten sich vor engen Räumen. Ausserdem haben sie oft einen Höhenunterschied zwischen Boden und Wagen zu überwinden. Auf der Gummiunterlage können sie ausrutschen und in Panik geraten. Pferde, die schlechte Erfahrungen mit Anhängern gemacht haben, sind ohne sachkundige Betreuung nur noch schwer zu verladen. Das Risiko ist gross, dass sie sich selbst oder den Besitzer verletzen. Monty Roberts demonstriert in seinen Auftritten häufig, wie ein solches “Problempferd” – welches in Tat und Wahrheit das Pferd eines Problembesitzers ist – mit Hilfe seiner Methode innerhalb einer halben Stunde lernt, die traumatische Erfahrung zu überwinden und den Trailer ruhig und vertrauensvoll zu besteigen.
In dem Video unterhalb dieses Posts wird klar erkennbar, wie das Ego des italienischen Pferdebesitzers bereit ist, jede neue Erfahrung, jede Einsicht zu leugnen, um seine Wette zu gewinnen. Nicht nur wegen des Geldes, das er verliert, sondern auch wegen der Ueberzeugung, die er verliert. Es ist fast so, als fürchtete der Mann, sein Leben zu verlieren. Die Demonstration könnte nicht treffender sein. Als die Stute Fara ihren Besitzer am Ende sogar in den Wagen hineinzieht, ist die Parabel perfekt.
Man sieht, das Ego ist das schlauste Wesen von allen und findet allerlei neue Schliche, um sich am Leben zu erhalten.
Das gleiche Ego, man bedenke es, ist auch am Werk, wenn es darum geht, zu begründen, warum ein Ausstieg aus der Kernenergie nicht möglich ist und warum Nationen gegeneinander Krieg führen müsssen. Der Unfall in Fukushima wird daran wahrscheinlich nicht viel ändern. Viele Reiter sind schon gestorben oder im Rollstuhl gelandet, weil sie ihr Pferd so lange schlecht behandelt haben, bis es sie abwarf. Das hindert viele andere Reiter nicht daran, ihre Pferde weiterhin tierungerecht zu behandeln. So werden nun auch wieder viele Menschen sterben, weil einige Menschen behaupteten, Kernenergie sei kontrollierbar und ungefährlich und allem Anschein nach auch noch den Unterhalt der Werke vernachlässigten. An der Börse kann man heutzutage ja bestimmt auch mit Gewinn darauf wetten, dass ein Kernkraftwerk kaputt geht…Es bleibt nach wie vor ein Geheimnis, was geschehen muss, um das Ego von seinem Thron zu stossen.

Das Video kann nur direkt auf Youtube betrachtet werden. Eine Gelegenheit, auch andere Videos von Monty Roberts und seine gewaltlose Methode im Umgang mit Pferden zu entdecken.

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Allianz plant Boykott der USA

Freakleaks erhielt Anfang März neue, brisante Dokumente, die von einem geheimen Treffen von Regierungsvertretern aus Russland, China, Brasilien, Türkei und Iran stammen, das zwischen Weihnachten und Neujahr in Dubai, auf einem Inselteil der verwaisten, künstlich aufgeschütteten “World” stattgefunden haben soll.
Laut den Dokumenten planen die Regierungen eine breit abgestützte Allianz, um mit einem Boykottaufruf gegen die USA eine Diffamierungskampagne zu starten. An dem Treffen war scheinbar zumindest an einem Tag  auch ein Vertreter der deutschen Regierung anwesend, möglicherweise sogar Angela Merkel persönlich, da gemunkelt wird, Merkel habe eine Schwäche fürs Kamelreiten.
Der Boykott werde durch eine massive Medienkampagne losgetreten, die Missstände auf dem Territorium der Vereinigten Staaten anprangert. Allen voran der extrem hohe Anteil von Schwarzen in teilweise privat betriebenen Gefängnissen, die dort für Unternehmen wie Nike Konsumgüter herstellen, womit die Sklaverei de fakto durch die Hintertür wieder eingeführt wurde. Nebst einem Boykottaufruf werde auch mit einer militärischen Intervention gedroht, um die Schwarzen aus den Gefängnissen zu befreien. Die militärische Intervention wird angeblich hauptsächlich von China angestrebt, das auf diesem Weg dringend benötigte, landwirtschaftliche Flächen besetzen will, welche zu den strategischen Ressourcen der USA gehören. Insbesondere bei den Russen, die selbst über grosse Agrarreserven verfügen, stiess dieser Plan auf Widerstand und sie forderten im Gegenzug China dazu auf, im Rahmen eines Boykotts ihre Exporte in die USA schrittweise nach Afrika zu verlagern, und zwar mit Hilfe von Exportsubventionen, die sie mit ihren gigantischen Devisenreserven bestreiten würden. Die Russen möchten ferner mit gezielten Aktionen, insbesondere einer umfassenden Förderung Kaliforniens eine Spaltung des Landes herbeiführen, und Los Angeles als legitimen neuen Regierungssitz der Amerikaner anerkennen. Dieser Vorschlag wiederum gefiel offenbar den Iranern nicht, die zwar eine Spaltung ebenfalls befürworten, aber lieber die Bay Area als Regierungssitz sähen; angeblich weil Hollywood den Interessen des Zionismus diene.
Ein eher unkonventioneller Vorschlag stammte aus den Reihen der Brasilianer. Sie sprachen sich für einen Schmusekurs aus und schlugen vor, mit einem breit angelegten Kulturprogramm tausende von Sambaschulen in den Vereinigten Staaten zu eröffnen, um die Menschen wieder mit dem einfachen Lebensglück in Verbindung zu bringen. Sie glauben dadurch, das Problem als einzige an der Wurzel zu behandeln. Doch der türkische Vertreter bezeichnete dies angeblich als Kulturimperialismus. Er sei ein grosser Fan von Michael Jackson und Bob Dylan und würde eine solche Karnevalisierung der Welt nicht begrüssen.
Ob es einen Vorschlag von deutscher Seite gab, ist nicht bekannt. Möglicherweise handelt es sich, die deutsche Beteiligung betreffend, um ein blosses Gerücht und Frau Merkel sass eigentlich mit Freunden bei Apfelpunsch und Schwarzwälder Kirschtorte in einem Forsthaus am Fusse der Zugspitze.

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Die Globale Verfassung

Mein Buch “Die Globale Verfassung” ist im Druck und kann ab sofort bestellt werden (Amazon.de, Orell Füssli). Das Buch beinhaltet den Entwurf einer Verfassung, die sich an der Idee einer ressourcenbasierten Zivilisation orientiert, Wobei unter Ressourcen sowohl die endlichen unseres Planeten als auch – und ganz besonders – die un-endlichen Ressourcen des menschlichen Geistes zu verstehen sind. Das Buch zeigt auf, warum das globale Finanzsystem keine rosige Zukunft bietet, sondern uns direkt ins Verderben führt und warum verzinstes Kapital nicht nur eine unnötige Institution ist, sondern auch die menschliche Ethik fundamental untergräbt, weil es letzlich nichts anderes als eine versteckte Form des Diebstahls ist.

Der grösste Teil des Buches besteht aus einer Art Enzyklopädie, einer Sammlung von Texten zu verschiedenen zentralen Aspekten des Lebens. Wer wissen will, wo wir 2011 tatsächlich stehen, kommt mit diesem Werk auf seine Kosten. Unter anderem mit einer detaillierten Berechnung, wieviel Land, Wasser, Sonnenenergie und Rohstoffe 2011 pro Person auf dem Planeten Erde zur Verfügung stehen. Ein ausführliches Quellenverzeichnis bietet ausserdem Hand zu eigenen Recherchen.

Die Umfrage in der rechten Spalte des Blogs ist ebenfalls Teil des Buches. Wählen sie!

Hier einige Auszüge als PDF zum runterladen.

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Libyen aus orlovscher Kollaps-Perspektive

Der Blogger Dmitry Orlov, in Boston auf einem Segelschiff zu Hause, ist von Beruf Ingenieur und übersiedelte als Kind mit seiner Familie von Russland in die USA. Er ist überzeugt, dass die ganze Welt mehr oder weniger den Bach runter geht, sobald das Ölfördermaximum von 2008 seine Wirkung zeigt. Seine Analyse des libyschen Bürgerkriegs und des schillernden Führers Gaddafi halte ich für die treffendste seit Beginn der Unruhen. Deshalb habe ich sie ins Deutsche übersetzt.


Das Imperium fällt auf die Nase

Dmitry Orlov, 8.März

Ramon Tikaram in Gaddafi: A Living Myth

Ramon Tikaram in Gaddafi: A Living Myth

Tunesien, Aegypten, Libyen…nun, meine Kinder, eins dieser drei Dinge ist anders als die anderen. Welches wohl? Richtig! Libyen wurde nicht und wird zu einem beträchtlichen Teil immer noch nicht von einem Diktator regiert, der ein Handlanger des Westens ist. Man kann über ihn sagen, was man will, Muhammar Gaddafi ist ein Phänomen. Im Kontrast zu seiner unvergleichlichen, grellen Persönlichkeit sind Tunesiens Zia El Abidine ben Ali und Aegyptens teuflisch dicker Hosni Mubarak schlicht Nullen.

Sicher, alle drei sind Diktatoren. Aber man braucht sich die Region nur mal anzuschauen und zu fragen wer kein Diktator ist. Sogar der römische Senat wählte in schwierigen Zeiten einen Diktator. Und wann gab es keine schwierigen Zeiten in dieser Region? Gaddafi meidet die Idee des Nationalstaats, von arabischem Nationalismus und repräsentativer Demokratie. Er verbietet sogar politische Parteien. Er ist ein Stammesfürst. Er unterstützt islamischen Sozialismus und seine Vorstellung von Demokratie ist die von Stammesführern, welche mit Bitten und Klagen zu ihm kommen, so dass er in seiner Grosszügigkeit Gerechtigkeit walten lassen kann. Er sieht sich als eine Art König. Ein König der Könige. Er mag alle Arten von afrikanischen Stämmen, nicht nur arabische; er ist sehr angetan von afrikanischer Einheit angesichts der westlichen Unterdrückung. Ihn würde es wahrscheinlich nicht stören, sie alle anzuführen. Er ist offensichtlich ein Grüner.

Versteckt er sich vor der Flagge?

Versteckt er sich vor der Flagge?

Während die westlichen Führer von der tunesischen Revolte überrascht wurden und sich im unklaren waren, was sie von der aegyptischen halten sollten (vielleicht gerade noch fähig, sich zur Entscheidung durchzuringen, dass Mubarak gehen soll) waren sie sich von Anfang an einig : Gaddafi an der Macht zu lassen, würde das politische und wirtschaftliche Desaster – wohin der revolutionäre Trend bereits zielt – in der Zehnerpotenz vergrössern. Gaddafi musste gehen. Deshalb wurde leise eine sofortige Unterstützung für jeglicher Art von Aufmüpfigkeit angedeutet, die Stämme zeigen würden, welche ihm nicht völlig treu waren. Sie haben scheinbar ziemlich schlecht kalkuliert, und nun werden wir Zeugen einer ganzen Serie peinlicher Vorgänge, wie zum Beispiel der umgehend in die Öffentlichkeit durchgesickerten Anfrage Obamas an die Saudis, den Libyschen Rebellen zu helfen oder der britischen « diplomatischen » Mission, die das Land mit Waffen und Sprengstoff aufsuchte und von den Rebellen abgefangen wurde. Diese beginnen ohne Zweifel allmählich zu verstehen, dass ihre revolutionäre Übung für sie nicht allzu positiv verläuft. Es war ein Fehler, Libyen als Land zu behandeln, in welchem Demonstranten Bürgerrechte haben. Libyen ist anderes. Man muss sehr weit in der Geschichte zurückgehen, um etwas Vergleichbares zu finden. Vielleicht ist das antike Karthago, dem es fast gelang, Rom einzusacken und den Lauf der Weltgeschichte zu ändern eine passende nordafrikanische Analogie.

Zia schwört, für immer im Amt zu bleiben.

Zia schwört, für immer im Amt zu bleiben.

Gaddafis Präsenz im Pantheon der nationalen Führer, die es wagten den Vereinigten Staaten zu trotzen – wo er neben Fidel Castro, Hugo Chavez, Kim Jong II und Mahmud Ahmadinedjad thront– ist genug, um seine Entfernung zu garantieren und Libyen in einen von der NATO ausgebombten, funktionsunfähigen Drogenstaat wie Kosovo oder Afghanistan zu verwandeln. Aber unabhängig davon wird seine politische Philosophie, die er jamāhīriyyah - « Staat der Massen » nannte, in vielen anderen kollabierenden National-Staaten eine Chance haben. Die Revolutionen, welche sich nun rund um den Globus ausbreiten, sind im Prinzip Hungeraufstände: katastrophale Ernten wegen Hitzewellen und Fluten rund um den Globus, die von der steigenden Erwärmung verursacht werden, haben die Nahrungsmittelpreise in die Höhe schnellen lassen.

Es ist eher ungewöhnlich für eine Demokratie (im legalistisch westlichen Sinne) Erfolg zu haben, wenn die Mägen leer sind. Man erwartet eher einen oder zwei Hitlerputschs, eine Kristallnacht und vielleicht einen brennenden Reichstag. Gaddafis sozialistisch-islamischer Stammeskult könnte erfolgreich sein, wenn weitere Nationalstaaten zusammenbrechen, wenn nationale Grenzen sich auflösen und inter-ethnische Konflikte und provisorische Bündnisse die so hübsch und gerade gezogenen Linien der westlichen Kolonialherren ausradieren. Aus all diesen Gründen muss, nach westlicher Logik, Gaddafi abgesetzt werden. Die Frage ist: kann der Westen der Situation noch gerecht werden oder ist er innerlich zu zerstritten, senil und erschöpft? Wir werden es bald wissen. Ich glaube nicht, dass es die Ungewissheit lange dauert. Die libyschen Wirrnisse allein haben die Ölpreise über den Schwellenwert gedrückt, den die Internationale Energieagentur kürzlich als den Schwellenwert bezeichnet hat, jenseits dessen westliche Volkswirtschaften zusammenbrechen. Das geschieht, wenn der Aufwand für Öl 5% des BIP überschreitet. (Diese Idee kommt übrigens ursprünglich von François Cellier, der sie brauchte, um die Finanzkrise von 2008 zu erklären. Die Mühlen der intenationalen Agenturen mahlen langsam.) Dieser Prozess des Zusammenbruchs wird alle verbliebenen Energien in den westlichen Ländern (physische als auch mentale) nach innen umlenken, um eine innere Revolte zu verhindern oder einzuschränken, ohne irgendwelche Reserven für Abenteuer in Libyen oder sonstwo in der Welt übrig zu haben.

Für eine Weile noch werden wir die Welt auf einer Reihe von modischen, kleinen, elektronischen Geräten brennen sehen. Aber früher als man vielleicht erwartet, werden die Tweets und die Videos versiegen und die Bildschirme schwarz bleiben, so wie es in Libyen bereits geschah. Ja, unvorstellbares Grauen ist unterwegs und man kann nichts das geringste dagegen tun. Man ist wohl für sich und die eigene Familie am besten dran, wenn man den Rat von Voltaires Candide befolgt und seinen eigenen Garten kultiviert. Ich bin kein religiöser Mensch, aber manchmal zitiere ich gerne einen Evangelisten (oder in diesem Fall zwei – Matthias 8:22 und Lukas 9:60) « …lass die Toten die Toten begraben. »


Link zum Blog von Dmitry Orlov

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Do engines get rewarded for their steam?

Am 19. März findet in Zürich ein Kongress zum Thema Grundeinkommen statt. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Bewegung ist der deutsche Unternehmer Götz Werner. Die Veranstaltung ist ausgebucht, wird jedoch, wie Daniel Straub von Agentur-mit-Grundeinkommen mitteilt, als Stream von 10h-18h live ins Internet übertragen.
Wie das Grundeinkommen im Rahmen der aktuellen Grundregeln des Kapitalismus verwirklicht werden soll, ist für mich bis jetzt nicht nachvollziehbar. Werners Vorstellung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern die auf Augenhöhe miteinander verhandeln, ist eine schöne Vorstellung (Quizfrage: Wer gibt die Arbeit? Wer nimmt die Arbeit?). Doch sie zielt direkt auf das Fundament des Kapitalismus, der auf Ungleichheit und Ungerechtigkeit beruht. Entsprechend gespannt bin ich auf die Antworten am kommenden Samstag.

PS: Am Sonntag findet im Dadahaus ein Workshop zum Thema statt.

Der Song von Johnny Cash brachte die Entrechtung des Arbeiters sehr anschaulich zum Ausdruck. Mit der sinnigen Frage: “Erhalten die Maschinen Lohn für ihren Dampf?”

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Hübsche Bienen

Das Erdbeben in Japan hat meinem Realfiction-Artikel über die Flugzeugträger eine aktuelle Note verliehen. Es wird dank solcher Ereignisse sichtbar, dass wir viel naheliegendere Probleme haben, als uns gegenseitig Ressourcen abzujagen. Ins gleiche Kapitel geht die Bienengeschichte. Hier ist der Trailer zu einem neuen Dokumentarfilm über Bienen und Bienenzucht im Jahre 2011. Viele Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, insbesondere Pflanzen, die Früchte und Gemüse produzieren, also jene Lebensmittel, die unseren Stoffwechsel vitalisieren und im Gleichgewicht halten. Deshalb werden wir den Bienen und ihrem Wohlergehen in sehr naher Zukunft in sehr viel grösserem Masse Aufmerksamkeit schenken müssen, denn der Mensch – für einmal mit leicht abgewandeltem Sinn – lebt nicht vom windbestäubten Weizenbrot allein.

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