François-Henri Pinault – ein Ökofaschist im besten Alter

Schon im letzten Artikel habe ich das Thema Ökofaschismus angeschnitten. Der Zufall will es, dass mir gleichentags die Angelegenheit ein weiteres Mal in Form von François-Henri Pinault über den Weg läuft. Ich habe mir Ausschnitte aus dem Film HOME von Yann Arthus-Bertrand angeschaut, der uns mit den bekannt schönen Bildern von einfachen Menschen in beschaulichen Lehmhütten auf die Gefährdung des Planeten durch die Menschen aufmerksam macht (durch jene in den Stahlhütten). Der Film wurde von PPR, einem Konglomerat verschiedener Unternehmer gesponsert. (Gucci, Puma, Fnac etc.) François-Henri Pinault ist der CEO dieser Gruppe und verantwortlich für die Finanzierung des Films.
Der Film, dessen Titel HOME im Vorspann kunstvoll aus den Markennamen aller Unternehmen gewoben wird, flimmerte werbewirksam zwei Tage vor den Europawahlen auf France 2 über die Plasmaschirme – was den Grünen ein hervorragendes Ergebnis bescherte.
Schenkt man dem Wikipedia-Artikel über Pinault Glauben, so will er seine PPR in Zukunft mehr auf den Luxus und den Lifestylemarkt ausrichten, indem er zum Beispiel Conforama verkauft. Nun, Konsumenten von Luxusprodukten sieht Herr Pinault wohl kaum als jene an, die besonders viel zum Umweltschutz beitragen. Sie jetten schliesslich unentwegt durch die Weltgegend und verputzen mit dem Bau von Dritt und Viertwohnsitzen ein vielfaches des Ressourcendurchschnitts eines Normalbürgers. Aus medizinischer Perspektive wäre Herr Pinault also schizophren. Aber der Mann engagiert sich auch politisch für eine Frau im Iran, die vor einigen Jahren wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilt wurde.  Der Mann hat also Format. Vielleicht wird er also demnächst den Frauen beistehen, welche in Saudi-Arabien im Wochentakt wegen Hexerei und anderen Greueltaten auf öffentlichen Plätzen geköpft werden. Oder käme es da zum einem Interessenskonflikt wegen der erlauchten Kundschaft im Luxussegment? Die Iraner sind da bestimmt die besseren Sparringpartner um Zivilcourage zu mimen. Man hört ja immer seltener Persisch in der Rue Vendôme, Rue du Rôhne. Nicht einmal an der Rue St.Denis…

Nach-Frage: Wird Yann Arthus-Bertrand eines Tages als Leni Riefenstahl des Ökofaschismus in die Geschichte  eingehen?

Ich verzichte an dieser Stelle bewusst darauf den Film HOME zu verlinken und mache den geneigten Leser darauf aufmerksam, dass die wunderschöne, intakte Natur direkt vor seinen Augen in Form seines eigenen Körpers und seiner eigenen Gefühle beginnt.

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