Geld? Trinkgeld? Duschgel(d)? – Vollgeld!

Vollgeil, die Vollgeldinitiative hat einen anschaulichen Flyer im Programm, der so knapp wie möglich erklärt, was Geld ist, woher es kommt und wie es sich verteilt bzw. verteilt wird. Es ist verblüffend, dass zwar alle Menschen seit je wissen, dass die Welt mit Geldzuflüssen am einen Ort und  Geldabsaugung am anderen Ort regiert wird, aber kaum jemand hatte bis vor kurzem eine Ahnung, was Geld eigentlich ist.

Im Gegensatz zur gängigen Annahme ist der Unterschied nicht sehr gross, ob ein einzelner seine eigenen Banknoten druckt und in Umlauf bringt oder ob eine Privatbank elektronisch Giralgeld schafft, das, sobald es an ein Unternehmen oder eine Privatperson als Kredit vergeben wird, zu echtem Geld mutiert. Der Unterschied besteht vordergründig lediglich darin, dass eine Kontrolle der Geldmenge unmöglich wäre, wenn jedermann sein Geld selbst am

Ein Haus bauen, ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen, ein Buch schreiben und sein eigenes Geld drucken.

Homeprinter ausdrucken könnte und versprechen würde, dass er für den ausgedruckten Wert einen Gegenwert schaffen wird oder bereits geschaffen hat. Das Geld der Banken kann in diesem Sinne genau so Falschgeld sein, wie jenes eines schlauen Druckerlehrlings. Man behauptet also, im Geldwesen könne es nur mit rechten Dingen zu und her gehen, wenn ausgewählte Organisationen wie die Nationalbank und die von ihr belieferten Privatbanken das Recht erhalten, Geld zu schaffen.  Denn wesentlich ist, ob die umlaufende Gesamtgeldmenge, dem Gesamtgegenwert der Wirtschaft entspricht und dementsprechend zentral gesteuert und kontrolliert werden kann. Bloss, lässt sich dieser Gesamtgegenwert der Wirtschaft überhaupt korrekt berechnen? Nein. Der Preis einer Sache kann nicht objektiv bestimmt werden, er bleibt immer Gegenstand subjektiver Bewertungen. Preise können manipuliert werden, wie es der Liborskandal zeigt. Es gibt volkswirtschaftlich gesehen Dinge wie Pilatus-Flugzeuge oder Ruag-Handgranaten, die konkret eine Wertvernichtung darstellen, obwohl sie für das produzierende Unternehmen und im Falle eines Exports auch für das produzierende Land einen positiven Gegenwert darstellen. Der Erdölhandel ist an den Dollar gebunden, was ebenfalls ein verstecktes Preisdiktat ist. Die Inflation, welche durch unkontrollierte Ausweitung der Geldmenge entstünde, ist also längst nicht die einzige Art, wie die Wirtschaft aus dem Ruder geraten kann. Die Frage ist also immer noch die gleiche: wie kann man das Geldsystem so gestalten, dass  Geld glaubwürdig einen Sachwert repräsentiert und somit einen FREIEN HANDEL, der die Bezeichnung verdient, ermöglicht. Die „Monetative“ arbeitet daran.

Mehr dazu auf http://vollgeld.ch

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