Euopäische Norm

Ab dem 1. Januar 2013 treten die neuen Europäischen Normen für den Bereich Equiden in Kraft. Dazu gehört unter anderem eine akustische Signalisationspflicht für Rückwärtstreten, wie sie schon aus dem Baumaschinenbereich bekannt ist. Damit wird endlich eine Lücke geschlossen. Das Projekt die gelben Warnwesten der Strassenarbeiter für alle Fussgänger zum Obligatorium zu machen, scheiterte bisher am hartnäckigen Widerstand Rumäniens. Das Ziel Brüssels bis 2050 das Sterben komplett abzuschaffen scheint damit wieder in weite Ferne zu rücken.

 

 

Agenda 2012

Die Welt fällt aus dem Rahmen. Selbst Reformen, die scheinbar gelingen, scheitern. Bald bricht nach zehntausend Jahren Landwirtschaft eine neue Epoche an. Die Agenda 2012 ist ein kleiner Ausblick. Formuliert in der Sprache unserer Zivilisation spricht sie von einer Welt ohne Krieg, ohne Armut und ohne Angst. Die neue Zeit wird wohl anders aussehen. Die Agenda 2012 macht bloss sichtbar, wie weit wir uns von einem wahren Leben in Fülle entfernt haben und wie sehr die Werkzeuge, die wir schaffen uns nicht mehr dienen. Selbst ein einfache Holzaxt verwandelt sich in den Händen eines Familienvaters unter bestimmten Umständen in ein Instrument, mit dem er seine eigene Tochter erschlägt.

Ohne ein kollektives Erwachen der Menschen werden wir uns immer weiter von unserer wahren Bestimmung entfernen. Die Agenda 2012 macht zumindest erahnbar, wie eine erwachte Menschheit zusammenleben könnte. Heute nennt man das Utopie. Doch unsere Kindeskinder werden vielleicht unseren Glauben an die Unabwendbarkeit von Gier und Unterdrückung in dieser Welt ebenso belachen, wie wir die felsenfeste Überzeugung eines kleinen Kindes belächeln, unter seinem Bett befinde sich ganz ohne Zweifel ein grauenhaftes Monster. Auch diese Agenda 2012 werden unsere Kindeskinder als ein ganz kindliches Kuriosum, als ein flugunfähiger Prototyp der neuen Zeit in ihren Museen ausstellen, falls es so etwas wie Museen dann noch gibt. Weiterlesen

Der Astronautengarten und die Zukunft

Wir sind alle Astronauten und die Erde ist unser Raumschiff – Buckminster Fuller

Wir bewegen uns auf ein neues Zeitalter zu. Viele Versionen des neuen Zeitalters zirkulieren in den Köpfen und Herzen der Menschen. Das Internet legt davon millionenfaches Zeugnis ab. Jede Version, von der Sprengung des Planeten durch Ausserirdische über die Fortsetzung des gehabten in einer höheren Oktave bis zum goldenen Zeitalter nirvanisierter Lichtwesen ist jede Option vorhanden.

Meine Version ist diese:

Im 21. Jahrhundert errichten die vereinten Völker eine stabile, nachhaltige Zivilisation. Sie besteht einerseits aus einer mehrfach redundanten, technischen Infrastruktur, zusammengesetzt aus Energie, Transport und Kommunikationsnetzen und den Produktions und Lebensräumen, vorwiegend konzentriert als Städte angelegt. Andererseits basiert sie auf einer planetaren, sozialen Organisation, welche sowohl die unterschiedlichen Interessen der Menschen als auch ihre ethischen Prinzipien integriert und miteinander in Einklang zu bringen vermag.

Der Aufbau dieser Zivilisation hat ihren Zweck nicht in sich selbst, sondern ist auf das neue Abenteuer ausgerichtet, zu welchem die Menschen gemeinsam aufbrechen Weiterlesen

Pfitzer schickt eigenes Team an die Tour de France 2013

Wie ein Pressesprecher des Pharmaunternehmens Pfitzer gestern bekannt gab wird die Firma 2013 mit einem eigenen Team an den Start der Tour de France gehen. Doch sie sind nicht die einzigen. Auch Novarxis und Bayair sind dabei, mit der grossen Kelle anzurühren. Es wird bereits gemunkelt, dass sie von bestehenden Teams Fahrer abzuwerben versuchten. Abgesehen davon setzen sie aber, wie der Sprecher bekannt gab, auf den Nachwuchs. Angesprochen auf den Dopingskandal um Lance Armstrong meinte er, man müsse das Dopingproblem in der Zukunft anstatt prohibitiv ganz eindeutig konstruktiv und proaktiv angehen. Er könne noch nicht in Einzelheiten darüber sprechen, aber alles deute darauf hin, dass man die Regeln der Realität anpassen werde. Sowohl die Erfahrung aus der Prohibition der dreissiger Jahre in den USA als auch der scheiternde Krieg gegen Drogen von heute seien eindeutige Hinweise, dass es an der Zeit sei, die Rahmenbedingungen des Radsports neu zu überdenken. In diesem Sinne werde man in den kommenden Jahren mit einem stark wachsenden Engagement der Pharmaindustrie rechnen müssen. Zum Abschluss wies er darauf hin, dass bei der aktuellen stark steigenden Jugendarbeitslosigkeit pragmatische Lösungsansätze gefragt seien, anstatt blindwütiges Regulieren. Seine Firma wolle auf alle Fälle in erster Linie jungen, ambitionierten Fahrern eine Topgelegenheit bieten, ihre Karriere zu starten.

Alles hat ein Ende

Mit einer überarbeiteten Version der „Globalen Verfassung“ geht meine Arbeit auf diesem Gebiet zu Ende. Der Text heisst neu „24 Universelle Standards und Spielregeln für das Zusammenleben der Völker der Erde“. Ich habe den Begriff „global“ entfernt weil er irreführend ist: es geht nämlich nicht darum, dass die Menschen sich global organisieren. Es geht darum, sich universell zu organisieren. Unser wahrer Bezugspunkt ist weder ein Land, noch eine Nation, noch eine Religion, noch unser Planet, noch ein grosser Bruder, der uns zuschaut. Der wahre, ultimative Bezugspunkt ist das Universum – das physische Universum und das innere Universum. Abgesehen davon bleiben ohnehin unsere Familie, unsere Freunde und Arbeitskollgen die vorrangige, massgebliche Lebensrealität.

 

24 Universelle Standards und Spielregeln für das Zusammenleben der Völker dieser Erde

„Ein inneres Erwachen der Menschen auf diesem Planeten ist erforderlich; ein Erwachen, das weit über die Definition neuer Spielregeln hinausreicht.“

 

Einführung

Die ersten drei Standards sind Gesetzmässigkeiten der Natur. Sie sind unser Anker, die Quelle, zu der wir jederzeit zurückkehren können. In allen Menschen sind alle drei Standards aktiv. Nur auf sexueller Ebene sind Mann und Frau eindeutig männlich und weiblich polarisiert. Sowohl das Gehirn als auch die Seele integrieren beide Prinzipien.

Die restlichen 21 sind Spielregeln von Menschen für Menschen. Sie verändern sich laufend. Sie können Herz, Verstand und Instinkt nicht ersetzen. Es handelt sich um Leitlinien. Standards und Grundregeln dieser Art, welche als Verfassung zu verstehen sind, müssen allen Menschen in ihrer materiellen, seelischen und geistigen Entfaltung dienen. Sie können nie mehr als ein immer genaueres Abbild der in jedem Menschen codierten, natürlichen, liebenden und fördernden Lebensgesetze sein, ganz sicher nie eine Garantie.Eigenverantwortung ist somit die goldene Regel, das Gesetz der Gesetze, das A und O des Zusammenlebens und elementare Bedingung der Freiheit.

 

Die drei Standards

1

Es kann nur einen universellen Standard im wahrsten Sinne des Wortes geben: Gott

Um klarzustellen: Gott als Quelle und Endziel allen Lebens, Gott als essentielles Licht der Schöpfung, Gott als Dimension, die unsere Vorstellungskraft übersteigt.

Wird dieser Universelle Standard von einem Individuum akzeptiert und integriert, glaubt er nicht nur an Gott, sondern vertraut auch auf Gott.

Ohne Herz, ohne Beteiligung des Herzens kann das Vertrauen auf Gott nicht entstehen. Ein lediglich intellektueller, mentaler Glaube oder ein instinktiver, triebgesteuerter Glaube kann kein Gottvertrauen schaffen.

Handkehrum kann auch ein Glaube, der den Intellekt und die Triebe ausblendet oder ablehnt nicht als Gottvertrauen gelten.

2

Der zweite Standard ist der Mutter-Standard.

Das Mütterliche gebärt und trägt als Empfangendes und Gebärendes zur Schöpfung bei.

Das Mütterliche bildet die Form.

Das Mütterliche ist passiv.

3

Der dritte Standard ist der Vater-Standard

Das Väterliche zeugt und trägt als Gebendes und Zeugendes zur Schöpfung bei.

Das Väterliche definiert die Form.

Das Väterliche ist aktiv.

 

Die 21 Spielregeln

4

Der Planet Erde ist das gemeinsame Erbe aller Menschen. Das Besitzrecht wird vom Nutzungsrecht ersetzt.

5

See, Meer und Flussufer sind grundsätzlich der gemeinschaftlichen Nutzung vorbehalten.

6

Die planetare Gemeinschaft besteht aus den freien Völkern der Erde.

7

Mit der internationalen, nationalen, regionalen und lokalen Gesetzgebung wird von den Völkern ein Rahmen für die Nutzung, Pflege und Gestaltung der Erde geschaffen. Die 24 Universellen Standards und Spielregeln sind die Grundlage dieser Gesetzgebung.

8

Nur die versammelten Völker sind ermächtigt, Gesetze im Rahmen ihrer kommunalen, nationalen und internationalen Strukturen in Kraft zu setzen und ausser Kraft zu setzen.

9

Die Redefreiheit ist universell und bedingungslos. Verleumdung, üble Nachrede, Aufhetzung, etc. können nicht eingeklagt werden. Nur Ansprüche und Behauptungen, die vor Gericht geltend gemacht werden, haben Gültigkeit und werden auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft.

10

Es gilt die Maxime: jeder Mensch soll am gleichen Ort in Würde zur Welt kommen, leben und sterben können.

11

Jeder Mensch hat das Recht, sich frei auf dem ganzen Planeten zu bewegen, solange er sich an die Spielregeln vor Ort hält.

12

Die Produktionsbedingungen auf dem Planeten sind so zu gestalten, dass Transportwege für Güter möglichst kurz und die Produktionsmethoden möglichst sinnvoll sind, also den grössten gemeinsamen Nenner dieser häufig antagonistischen Faktoren zu bestimmen.

13

Jeder Mensch kann in Eigenverantwortung sämtliche Pflanzen des Planeten für den persönlichen Gebrauch nutzen.

14

Die Gemeinde, Departements und Staatsorgane verwalten und bewirtschaften alle gemeinschaftlichen Interessen.

Sie sind lokal, regional und national und international organisiert. Es gibt keine globale Verwaltung.

Zu den gemeinschaftlichen Interessen gehören:

Für die Exekutive

A

Der freie Fluss von Information und Energie. Dazu gehören abgesehen von Bildung, Forschung, Telekommunikation, Internet, Elektrizitätsnetz, Transportnetz und die verschiedenen Energieträger explizit auch das Geld als universelles Kommunikationsmittel für Wert.

B

Die Förderung und Stärkung der Gesundheit.

C

Der Schutz, die Pflege und falls möglich die Wiederherstellung und Heilung von Schwachen und Kranken.

Für die Legislative

Die Organisation und Koordination der legislativen Volksversammlungen und der beratenden Kommissionen.

Für die Justiz

Die Anwendung und Durchsetzung der Spielregeln mittels Verwarnung und Busse oder durch definitives Aussperren von Gesetzesbrechern aus der Gemeinschaft.

15

Jeder Nutzniesser der gemeinschaftlichen Infrastruktur, also der Elektrizität, der Telekommunikation, der Strassen, Schulen, Spitäler, der Verwaltung, der Parlaments, der Gerichte etc. leistet einen, seinen Mitteln entsprechenden, Staats-Beitrag in Form von Geld, Arbeit oder Naturalien. Ausgenommen davon sind die Kinder.

16

Unabhängig von der Verwaltung agieren die Räte der Weisen. Sie nehmen eine Vermittlerrolle zwischen allen Akteuren der Gesellschaft ein und gestalten beratend das Bildungswesen mit. Die Räte stehen in der Tradition der Kirchen, Hilfswerke, Sportverbände und anderen Organisationen auf Freiwilligenbasis. Die Räte der Weisen werden symbolisch von einem König präsidiert und konstituieren sich spontan und selbstbestimmt. Sie haben keinen Anspruch auf Staats-Beiträge.

17

Einmal täglich werden 60 Sekunden Stille weltweit geschaltet, ausschliesslich der Stille selbst gewidmet. Jeden Tag, wenn der Mond über der Datumsgrenze aufgeht, schalten alle Radio und Fernsehstationen 1 Minute Stille. Kein Ton, kein Bild. In öffentlichen Transportmitteln, Schulen, Telefonnetzen und im Internet und anderen Infrastrukturen wird ein kurzes Signal zu Beginn und Ende der Minute gesendet. Die Stillezeit verschiebt sich naturgemäss täglich um zirka 51 Minuten.

Dies ist der erste universelle, planetare, freiwillige Gottesdienst.

18

Unbestimmt.

19

Unbestimmt.

20

Unbestimmt.

21

Unbestimmt.

22

Unbestimmt.

23

Unbestimmt.

24

Unbestimmt.

Tucholsky-Style

Richard Kerschhofer hat ein Gedicht im Tucholsky-Stil verfasst. Es ist so gut gemacht, dass es auf dem Internet als Gedicht von Tucholsky zu zirkulieren begann, trotz Begriffen wie Derivate, die damals im Kontext von Raubritterkapitalismus nicht benutzt wurden. An der Wahrhaftigkeit des Inhalts des Gedichtes ändert sich damit selbstverständlich nichts.

Amüsantes Detail der Geschichte, Richard Kerschhofer schreibt traditionell für sogenannte rechtsgerichtete Zeitungen wie „Zeitbühne“ und „Wiener Zeitung“, während Tucholsky traditionell eine Identifikationsfigur der Linken ist. Deshalb haben einige linksgerichtete Webseiten das Gedicht wieder gelöscht, nachdem sie erfahren haben, wer der Verfasser ist. Divide et impera lässt grüssen…

Höhere Finanzmathematik

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft‘ s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken –
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja –
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen –
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

Dick Riot und die Shoah

Der Prozess gegen Pussy Riot hat  einen gewissen Paul Dautrans zu einer Real Fiction Kreation inspiriert. Auch er scheint ein Liebhaber dieser Gattung zu sein. Hier die Übersetzung ins Deutsche.

Warum ich die „Dick Riot“ unterstütze!

Stellen wir uns vor, wie eines Tages in Frankreich, dem Land der Freiheit, eine Punkband das Shoa-Memorial mit einer verlassenen Fabrik verwechselt, um ein kleines Undergroundkonzert zu organisieren…

Alan Lerustaud, 24 Jahre, Vater eines kleinen Jungen, Salim Lalibi, 23 Jahre, Vater einer kleinen Tochter und Dieudonné J’Membalek, 29 Jahre, sind seit letztem März in Haft. Ihr Verbrechen? Mitglieder der neo-machistischen Punkband Dick Riot zu sein, unter deren Namen sie am 21.Februar dieses Jahres im Shoah-Memorial eine Performance veranstaltet haben. Das erklärte Ziel, indem sie riefen „Jungfrau Maria, erlöse uns vom CRIF“, war die Aufmerksamkeit auf die zunehemend beunruhigende Verfilzung politischer Macht der Parteien UMP und PS mit der moralischen Autorität die sich der Repräsentative Rat der Israelis jüdischer Institutionen in Frankreich anheischig macht, zu lenken. Der CRIF wird von Richard Phrasier präsidiert, welcher bei den letzten Wahlen dazu aufgerufen hatte für die eine, respektive andere Partei zu stimmen. Dieses Happening der „Dick Riot“, welches als  Beitrag im Rahmen einer langen Tradition künstlerischer Interventionen zu verstehen ist, die Kunst und Politik miteinander verbindet, war juristisch von der Staatsanwaltschaft als „extremer Vandalismus, Anstachelung zum Rassenhass und Leugnung des Völkermordes“ bezeichnet worden.

Zur Stunde, als der mehrtägige Prozess zu Ende geht, welcher gemäss vieler Beobachter die Rechte der Verteidigung bei weitem nicht angemessen geschützt hat, (Fragen der Verteidung meistens zurückgewiesen, Schlaf und Nahrungsentzug) zur Stunde, als die jungen Männer, davon zwei junge Väter, bis zu 3 Jahren Straflager riskieren, lanciert unsere Vereinigung einen Appell zur grösstmöglichen Mobilisierung, um die Aktivisten im Kampf für ihr Leben, ihre Freiheiten und für ein Frankreich, gesäubert von dieser verhängnisvollen Allianz  politischer Macht mit gewissen Interessensgruppen zu unterstützen. Denn es ist für uns inakzeptabel, dass der Begriff Neo-Machismus sich zu einem Schimpfwort entwickelt. Denn es ist haarsträubend, zu sehen, wie heutzutage Blasphemie oder moralische Werte eines Landes juristische und politische Waffen sein können, mit denen eine grosse gesellschaftliche Bewusstseinsströmung zum Schweigen gebracht wird. Denn es ist ganz einfach unzulässig, die Männer ihrer Freiheit zu berauben, weil sie vollkommen gewaltlos mit den Symbolen der politisch-religiösen Macht gespielt haben. Deshalb fordern wir, die Unterzeichner dieser Petition, die unverzügliche und bedingungslose Freilassung von Alan Lerustaud, Salim Lalibi et Dieudonné J’Membalek.

Paul Dautrans

Der Originaltext des Pseudo-Philosophen Bernard Henry-Levy hier.

Korrekturen und Neuauflage

„Die Globale Verfassung“ ist vor einigen Tagen als korrigierte und minimal überarbeitete Neuauflage erschienen. Abgesehen von einigen Flüchtigkeitsfehlern gab es in der Erstausgabe auch einen „echten“ Fehler. Dabei handelt es sich um einen statistischen Wert. Auf Seite 112 „Das Spielfeld“ stehen unter der Rubrik Wasser 198 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Person zur Verfügung. Diese Angabe ist in der Grössenordnung falsch. Es handelt sich um 198 MILLIONEN Kubikmeter, also 1000 mal weniger.

Eine kleine andere inhaltlich relevante Änderung habe ich im Verfassungstext vorgenommen. Im Teil „Aufgaben des Staates und der Bürger“ habe ich Nahrungsmittel aus dem Katalog der Aufgaben des Staates gestrichen.

Die Neuauflage ist erneut bei BoD erschienen, ein Verlag, den ich gerne weiterempfehle. Der Service ist sehr zuvorkommend und kompetent. Ausserdem hat Print on Demand den Vorteil, dass nicht unnötig Bäume gefällt werden. Jedes Jahr werden Tonnenweise Bücher weggeschmissen, die nicht verkauft wurden. Bei BoD kann das nicht geschehen.

Allianz plant Boykott der USA

Freakleaks erhielt Anfang März neue, brisante Dokumente, die von einem geheimen Treffen von Regierungsvertretern aus Russland, China, Brasilien, Türkei und Iran stammen, das zwischen Weihnachten und Neujahr in Dubai, auf einem Inselteil der verwaisten, künstlich aufgeschütteten „World“ stattgefunden haben soll.
Laut den Dokumenten planen die Regierungen eine breit abgestützte Allianz, um mit einem Boykottaufruf gegen die USA eine Diffamierungskampagne zu starten. An dem Treffen war scheinbar zumindest an einem Tag  auch ein Vertreter der deutschen Regierung anwesend, möglicherweise sogar Angela Merkel persönlich, da gemunkelt wird, Merkel habe eine Schwäche fürs Kamelreiten.
Der Boykott werde durch eine massive Medienkampagne losgetreten, die Missstände auf dem Territorium der Vereinigten Staaten anprangert. Allen voran der extrem hohe Anteil von Schwarzen in teilweise privat betriebenen Gefängnissen, die dort für Unternehmen wie Nike Konsumgüter herstellen, womit die Sklaverei de fakto durch die Hintertür wieder eingeführt wurde. Nebst einem Boykottaufruf werde auch mit einer militärischen Intervention gedroht, um die Schwarzen aus den Gefängnissen zu befreien. Die militärische Intervention wird angeblich hauptsächlich von China angestrebt, das auf diesem Weg dringend benötigte, landwirtschaftliche Flächen besetzen will, welche zu den strategischen Ressourcen der USA gehören. Insbesondere bei den Russen, die selbst über grosse Agrarreserven verfügen, stiess dieser Plan auf Widerstand und sie forderten im Gegenzug China dazu auf, im Rahmen eines Boykotts ihre Exporte in die USA schrittweise nach Afrika zu verlagern, und zwar mit Hilfe von Exportsubventionen, die sie mit ihren gigantischen Devisenreserven bestreiten würden. Die Russen möchten ferner mit gezielten Aktionen, insbesondere einer umfassenden Förderung Kaliforniens eine Spaltung des Landes herbeiführen, und Los Angeles als legitimen neuen Regierungssitz der Amerikaner anerkennen. Dieser Vorschlag wiederum gefiel offenbar den Iranern nicht, die zwar eine Spaltung ebenfalls befürworten, aber lieber die Bay Area als Regierungssitz sähen; angeblich weil Hollywood den Interessen des Zionismus diene.
Ein eher unkonventioneller Vorschlag stammte aus den Reihen der Brasilianer. Sie sprachen sich für einen Schmusekurs aus und schlugen vor, mit einem breit angelegten Kulturprogramm tausende von Sambaschulen in den Vereinigten Staaten zu eröffnen, um die Menschen wieder mit dem einfachen Lebensglück in Verbindung zu bringen. Sie glauben dadurch, das Problem als einzige an der Wurzel zu behandeln. Doch der türkische Vertreter bezeichnete dies angeblich als Kulturimperialismus. Er sei ein grosser Fan von Michael Jackson und Bob Dylan und würde eine solche Karnevalisierung der Welt nicht begrüssen.
Ob es einen Vorschlag von deutscher Seite gab, ist nicht bekannt. Möglicherweise handelt es sich, die deutsche Beteiligung betreffend, um ein blosses Gerücht und Frau Merkel sass eigentlich mit Freunden bei Apfelpunsch und Schwarzwälder Kirschtorte in einem Forsthaus am Fusse der Zugspitze.

China plant den Kauf von fünf US-Flugzeugträgern – für das Internationale Rote Kreuz

Erst letzte Woche soll eine Angestellte der Parteizentrale in Beijing Wikileaks neuer Konkurrenzplattform Freaksleaks Dokumente zugespielt haben, gemäss denen China mit der amerikanischen Regierung seit Sommer 2010 über den Kauf von mindestens fünf US-amerikanischen Flugzeugträgern der Nimitz-Klasse verhandelt. Die Flugzeugträger sollen zum Rückgrat einer globalen Rettungstruppe des roten Kreuzes werden und im Falle von Naturkatastrophen wie in Haiti als Megahubs für die Nothilfe und in Stand-by Zeiten auch als schwimmende Spitäler und Ausbildungsstätte für medizinisches Personal in Entwicklungsländern dienen. Da der Kauf von amerikanischen Staatsanleihen seit der angedrohten Herabstufung der USA durch Moodys von den Planwirten in Beijing heruntergefahren wird, suchen sie nach anderen Möglichkeiten, ihre immensen Dollarreserven sinnvoll anzulegen. Die Überkapazitäten der amerikanischen Armee sind deshalb ein gefundenes Fressen und sowohl China als auch die USA würden massgeblich davon profitieren. Die Chinesen fordern jedoch im Gegenzug, dass beide Schiffe, die den asiatischen Raum abdecken, vor der chinesischen Küste stationiert werden. Für den Umbau der Schiffe zum Hilfsstützpunkt müsste die jeweilige Region aufkommen. Gemäss dem Dokument wäre Brasilien bereit, sich massgeblich an den Kosten für das südatlantische Schiff zu beteiligen.
Als Option wurde in dem als vertraulich bezeichneten Dokument auch der Kauf zweier weiterer Flugzeugträger erwähnt, die zu Reinigungsmaschinen für die Weltmeere umgebaut würden. Dank ihrer nuklearen Antriebseinheiten wären sie gemäss Berechnungen in der Lage, bis zu fünfzig Tonnen Plastik täglich aus dem Meerwasser zu filtern. Als Gegenleistung für diesen Deal verlangt die chinesische Regierung jedoch, dass der Umbau von der europäischen Union finanziert werde und die gewonnenen Plastikrückstände, unentgeltlich während zehn Jahren für die Deckung des chinesischen Rohstoffbedarfs zur Verfügung stehen.
Über den voraussichtlichen Kaufpreis ist im Dokument nichts zu erfahren, aber angesichts des anstehenden Kollapses der US-Wirtschaft und den Umbaukosten für die neue Nutzung, wird er wohl nur unwesentlich vom Schrottwert abweichen.