Erziehung durch Kinder

Vielleicht besteht dennoch die Möglichkeit, dass wir noch eines Tages von unseren Kindern erzogen werden. Sicher nicht von jenen, die sich an die Macht gepuscht haben, mit Quengeln und Kratzen, sondern jenen, die ihre kurze Lebenszeit bereits genutzt haben, einige wesentliche Dinge zu verstehen; unter anderem mit Hilfe des Wissens das die  Erwachsenen ihnen zur Verfügung stellen und aus welchem sie frei auswählen können, gemäss ihrer Intelligenz.

Der 12 jährige Junge aus Ägypten ist auf alle Fälle ein guter Anwärter für die „gespiegelte“ Erziehung.

Wer hat das Risiko? Wer hat die Arbeit? Wer hat den Dreck?

Am kommenden 26. Februar strahlt Arte den Dokumentarfilm „Staatsgeheimnis Bankenrettung“ aus.  Der Film erklärt, wie die Staatsmilliarden dazu verwendet wurden und werden, um Anleger zu retten, welche in den Ländern wie Griechenland oder Spanien ihr Kapital investiert haben.
Nicht die Griechen oder der Griechische Staat werden also gerettet (in Griechenland wird Staatsbesitz als Sicherheit an Gläubiger abgetreten), sondern einmal mehr der Kreditor. Der Kreditor  ist wohl in vielen Fällen heutzutage auch der Pensionär, welcher die Rente aus seinem Pensionskassenkapital finanziert. Das macht einmal mehr sichtbar, was die eigentliche Idee von verzinstem Kapital in Wahrheit ist: ein risikoloses (zur Zeit staatlich versichertes), arbeitsfreies und somit bedingungsloses (Grund)Einkommen, womit in der Realwirtschaft Güter und Dienstleistungen bezogen werden können. Daraus ergeben sich vier bis fünf ganz einfache, realwirtschaftliche Fragen:

1. Wie viele Menschen MÜSSEN arbeiten, um die Bedürfnisse aller Menschen zu befriedigen, inklusive jener, die zu alt, zu jung,  zu schwach, zu krank oder zu dumm zum arbeiten sind?

2. Wie viele von den Menschen, die arbeiten müssen, MÜSSEN eine Arbeit verrichten, die anstrengend, gesundheitsschädigend, entwürdigend, gefährlich, verrohrend oder ganz einfach langweilig ist? (Und was müsste man ihnen als Kompensation bieten, damit ihr Los erträglicher ist?)

3. Wie viele Menschen MÜSSEN arbeiten, damit weder die Menschen, noch der Planet unter den Folgen der Produktionsmethoden  in Landwirtschaft, Bergbau, Industrie, Tourismus und Freizeit zu leiden haben?

4. Könnte es sein, dass viel mehr Menschen arbeiten WOLLEN, als Menschen, die arbeiten müssen, solange man sie nicht dazu zwingt?

5. Was muss getan werden (oder was muss geschehen?), damit es nur noch Menschen gibt, die arbeiten WOLLEN? Brainwashing? Soma und Extasy für alle? Universelle Standards und Spielregeln für alle Völker? Freie Energie? Rückkehr des Heilands im Zentrum von Damaskus? Ein Asteroideneinschlag? Eine neue Musik die alle verzaubert?

Island zeigt uns den Meister

Gibt es entgegen sämtlicher Wahrscheinlichkeiten doch auch intelligente Politiker? Das Interview mit Birgita Jonsdottir lässt es vermuten. Frau Jonsdottir, Mitglied des Isländischen Parlaments, erwähnt mehrere Dinge, die man normalerweise von einem Politiker nie zu hören bekommt.
Island hat seit dem Zusammenbruch nach 2008 nicht bloss Reformen eingeleitet, sondern befindet sich in einem regelrechten Transformationsprozess. 2012 entstand dort die, meines Wissens, erste Volksverfassung seit der antiken Demokratie der Athener. Neu ohne Sklaven und mit Beteiligung der Frauen. Der Netzwerker Markus Rüegg hat auf seiner Webseite den Entwicklungen unter dem Titel „Island-ein totgeschwiegendes Vorbild“ ein ganzes Kapitel gewidmet.
Es bleibt abzuwarten, wie dieses Selbstbestimmungs-Experiment, welches im Gegensatz zum iranischen oder dem libyschen von Khaddafi, eindeutig post-konventionell und pluralistisch ist, vom Imperium beantwortet wird. Die bisherige Taktik scheint die zu sein, es zu ignorieren. Also, sprich mit deinem Nachbarn und deinen Freunden über diese erstaunlichen Erfahrungen der Isländer. Schon morgen könnten wir ihr Experiment bei uns wiederholen!

21

Das 21.Jahrhundert – eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur oder das Ende der Zivilisation

Solange der Mensch gewalttätiges Handeln, Lügen und Betrügen nicht nur für ein unvermeidliches Übel, sondern für einen notwendigen, ja sogar richtigen Ansatz für Problemlösungen aller Art hält, wird es keine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur geben und die Zivilisation wird früher oder später kollabieren.  Gewalt kann jedoch nur überwunden werden, wenn wir die Natur und uns selbst so gut verstehen, dass uns gewalttätiges Handeln als sinnlos erscheint.

Wie sieht gewalttätiges Handeln auf der höchsten Stufe des Wirtschaftssystems, in der Finanzwelt aus? In einem weitgehend rechtsfreien, komplett undemokratischen Raum plündern die Banken und Investmentfonds via Zinsgebühren, Spekulation, Manipulation, Wirtschafts-Lobbying, Geldwäsche, Beihilfe zur Steuerhinterziehung und den unter ihrer Kontrolle stehenden Massenmedien die Realwirtschaft. Sowohl die Regierungen unserer sogenannten demokratischen, westlichen Staaten, als auch mehr oder weniger alle anderen Regierungen und Staaten auf dem Planeten sind bei dieser Plünderung entweder aktiv beteiligt, passive Zuschauer oder zahnlose Kritiker. Kein einziger Verantwortlicher der grossen, amerikanischen und europäischen Bankhäuser wurde nach der Finanzkrise von 2008 verurteilt. Statt dessen stellte man in Frankreich den Trader Kerviel von der Société Générale an den Pranger und in New York den Betrüger Madoff. Mario Draghi, der als Vizepräsident von Goldman Sachs mit dafür verantwortlich war, dass sich Griechenland mittels gefälschter Buchhaltung in die Eurozone schummeln konnte, ist seit dem 2011 Präsident der Europäischen Zentralbank, sowie Vorstandsmitglied der „Bank der Banken“, der BIZ in Basel. Mario Monti, ebenfalls ehemaliger Angestellter von Goldman Sachs ist heute Präsident von Italien. Das Justizmonopol unserer Staaten ist also schleichend zu einem Monopol der Finanzwelt geworden.

Auf der zweithöchsten Stufe im System finden wir heute den Grosshandel, die Grossindustrie, Versicherungen und Rohstoffproduzenten. Dies ist die Welt von ArcelorMittal, Bechtel, Nestle, Swiss Re, Novartis, Toyota, und Monsanto. Sie plündern, da sie selbst zur Realwirtschaft gehören, die Menschen und den Planeten. Auch auf dieser Stufe sind Regierungen und Staaten, egal welcher Couleur, die willigen Vollstrecker sollte der „freie Markt“ nicht im Sinne der Multis spielen. Dazu gesellen sich die Wissenschaftler, die, zunehmend von der Privatwirtschaft finanziert, massgeschneidert Forschungsresultate für ihre Auftraggeber produzieren. Kommt es zu Rivalitäten und Rohstoffverteilkämpfen im grossen Stil, so wie bei der Aufteilung Afrikas zwischen China und dem Westen können die nationalen Armeen mobilisiert werden, um den Interessen dieser Grossunternehmen Nachdruck zu verleihen. Terroristen, Aufständische und autoritäre Herrscher sind deshalb ein gefundenes Fressen, da man dadurch die Kriege dem Fussvolk als humanitäre Intervention verkaufen kann.

Auf der dritthöchsten Stufe finden wir die Welt der KMUs und der Kleingewerbler. Diese können meist bloss noch ihre Angestellten ausbeuten. Da sie selbst jedoch schon unter massivem Druck der Grossunternehmen und der Finanzwelt stehen, suchen sie häufiger nach Kooperationsmodellen und machen ihre Angestellten zu echten Mitarbeitern, weil sie nur so als Unternehmen überlebensfähig sind.

Auf der untersten Stufe stehen alle eigentlichen Produzenten und Diener am Nächsten, die Landwirte, die freien Künstler, die freien Forscher, die Erfinder, die Handwerker, ein Heer von Hausfrauen, die Feuerwehr, die Altenpfleger und Landärzte. Sie können meist nur noch sich selbst, ihren Partner oder, im Falle der Bauern, Tiere, Pflanzen und Boden ausbeuten.

Eine Ausnahmeposition nimmt in dieser Konstellation die Computerindustrie ein. Sie ist die Branche, welche sich ausschliesslich auf Informationsverarbeitung konzentriert. Interessanterweise ist diese Industrie die einzige, welche seit Jahren bei stetig fallenden Preisen immer leistungsfähigere Produkte liefert. Deshalb ist die Computer bzw. Informationsindustrie mit dem Internet der ideale Partner für Bauern. Es ist an der Zeit diese Infrastruktur, welche für nicht einmal 50 Franken pro Monat unbeschränkt genutzt werden kann, intensiv in den Dienst der Landwirtschaft zu stellen. Das Internet ist der Ort, wo alle Informationen, jeglicher Qualitätsstufe für alle Menschen zugänglich werden. (Dazu gehört natürlich nicht die Weisheit des Herzens. Die kann nur jeder für sich allein in sich bzw. Bei Gott finden.) Überlassen wir das Feld nicht der Unterhaltungsindustrie, den Onlineshops und Masenmedien welche unsere Computer und Smartphones mit ablenkendem, geistigem Giftmüll fluten! Seit einigen Jahren findet via Internet zum Beispiel eine wachsende Zahl von höchst informativen Dokumentarfilmen, wie „Moving Forward“ vom Zeitgeistmovement, „Le monde selon Monsanto“ und „Zukunft pflanzen“ von Marie-Monique Robin oder „Water makes money“ ihren Weg zu Millionen von Menschen. Sie alle helfen uns, zu verstehen, wer wir sind, wie eine sinnvolle Zukunft aussehen könnte und welche Hindernisse uns dabei im Weg stehen. Und das ist bloss der Anfang. Allein schon die Möglichkeiten, die es gibt, das Verständnis der Kinder und Jugendlichen für Natur und Landwirtschaft zu fördern sind nahezu unbegrenzt.

Es gibt noch zu viele Bauern, die lieber über die Ausländer schimpfen, welche vom Schweizer Sozialsystem profitieren, als die transnationalen Banker anzuprangern, welche dem Staat Rettungsschirme abnötigen und das Reservegold der Nationalbank zu Schleuderpreisen verscherbeln. Es gibt auch noch zu viele Bauern, die über Rassisten schimpfen, aber nichts an europafreundlicher Politik mit offenen Grenzen und Massenimmigration auf dem Arbeitsmarkt auszusetzen haben. Es gibt noch zu viele Bauern, die denken, Permakultur und Zugtiere auf dem Acker seien die Antwort auf alle Fragen ohne auch nur Ansatzweise zu erklären, wie auf diesem Weg die aktuellen Mengen an Grundnahrungsmitteln für 7 Milliarden ( davon bald 4 Millionen in Städten wohnhaft) produziert werden können. Es gibt, und das ist wohl der härteste Brocken, immer noch viel zu viele Bauern, die den Boden und ihre Tiere nicht kultivieren und bereichern, sondern ausnützen und ausrauben; auf subtilere und weniger subtile Art und Weise, mit mehr oder weniger fadenscheinigen Begründungen, die meistens aus den Marketingabteilungen von Syngenta, Monsanto oder womöglich der Weltbank stammen. Deshalb brauchen wir eine Informationsoffensive, ja eine regelrechte Transformations-Bewegung.

Kein Mensch wird mehr dazu überredet werden können, in einer Armee zu dienen um ahnungslose Menschen in fremden Ländern zu töten, wenn er so gut informiert ist, dass er versteht, wem der Krieg in Wahrheit wirklich dient. Schon heute geben amerikanische Irakkriegsveteranen in öffentlichen Kundgebungen ihre Uniform und Auszeichnungen ab, aus Protest gegen den Missbrauch, der mit ihnen getrieben wurde. Morgen gehen sie die Uniform schon gar nicht mehr fassen. Kein Mensch wird mehr stolz darauf sein, in einer Bank zu arbeiten und einen Haufen Geld zu verdienen, wenn er versteht, dass unser Finanzsystem ein Diebstahls und Betrugssystem für jene ist, die genügend Kapital besitzen. Schon heute steigen mehr und mehr Banker aus ihrem Beruf aus, um einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Manche werde sogar Bauer. Morgen werden sie die sinnlose Erfahrung in einem Büro zu sitzen und über „Futures“ und „CDS“ zu reden gar nicht mehr machen wollen. Selbstverständlich wird auch keine Frau einem Mann mehr besondere Aufmerksamkeit schenken, der sein Geld mit kriminellen und unlauteren Mitteln erwirtschaftet hat, wenn sie versteht, wie zerstörerisch diese Gewalt ist und wie sie selbst letztlich als Frau, als Mutter und Mutter Erde die Leidtragende ist. Schon heute lassen sich viele Frauen scheiden, wenn sie merken, wie wenig die Beziehung zu ihrem betrügerischen Mann mit dem echten Leben und echter Erfüllung zu tun hat. Morgen werden sie diese Männer erst gar nicht mehr heiraten.

Nachsatz: Vergessen wir nicht: Geld war ursprünglich ein Kommunikationsmittel für Wertvorstellungen, das den Menschen erlaubt unabhängig vom Tauschhandel zu werden, der sich im Laufe der Spezialisierung der Berufe und der Ausweitung der Handelsnetze immer mehr verkomplizierte. Wertvorstellungen sind von Natur aus subjektiv, individuell und meistens irrational. Geld ermöglichte dass Menschen mit unterschiedlichsten Wertvorstellungen einen Tausch vollziehen konnten. Sobald wir dem anderen mit Gewalt einen Wert aufzwingen, hat das Geld seine ursprüngliche Funktion verloren. Den Bauern wird unentwegt der Wert ihrer Arbeit und der Früchte ihrer Arbeit aufgezwungen. Wenn wir uns informieren und verstehen, wie die Natur im innersten wirklich funktioniert, hören wir auf, uns und andere zu etwas zu zwingen. So und nur so werden Herr und Sklave beide zu ihren eigenen Meistern.

Zukunft pflanzen – Bio für 9 Milliarden

Marie-Monique Robins Doku ist ein üppig gedeckter Tisch, eine kleine Auswahl von landwirtschaftlichen Praktiken, die intelligent, in Zusammenarbeit mit Pflanzen  und Tieren und ohne Pestizide und Kunstdünger funktionieren. Wir können alle Menschen auch in Zukunft problemlos ernähren – sehr viel besser ernähren sogar, als bisher – ohne dabei Raubbau am Boden, der Fauna und Flora oder dem Menschen zu betreiben. Ein ganz erstaunliches Beispiel, das im Film nicht erwähnt wird, ist das System of Rice Intensification, welches vom französischen Mönch Henri de Laulanie auf Madagaskar in den achtziger Jahren entwickelt wurde. Seine Anbautechnik wird bereits in den meisten Reis produzierenden Ländern erfolgreich angewendet, mit teilweise über 100% Ertragssteigerung pro Hektar (3t/ha vs. 10t/ha). Die Methode ist auch für andere Getreidarten und Nutzpflanzen adaptierbar, inklusive Zuckerrohr. Sie ermöglicht Subsistenzbauern Ertragssicherheit und somit Autonomie. Bei schwach wachsender Bevölkerung sinkt dadurch ausserdem der Druck auf Wälder und Wildreservate, da auf gleicher Fläche mehr produziert werden kann. Hier der Link zur SRI-Seite.

http://www.youtube.com/watch?v=em7Ao3M-TmQ&feature=share&list=PLC4895A5713434526

Agenda 2012

Die Welt fällt aus dem Rahmen. Selbst Reformen, die scheinbar gelingen, scheitern. Bald bricht nach zehntausend Jahren Landwirtschaft eine neue Epoche an. Die Agenda 2012 ist ein kleiner Ausblick. Formuliert in der Sprache unserer Zivilisation spricht sie von einer Welt ohne Krieg, ohne Armut und ohne Angst. Die neue Zeit wird wohl anders aussehen. Die Agenda 2012 macht bloss sichtbar, wie weit wir uns von einem wahren Leben in Fülle entfernt haben und wie sehr die Werkzeuge, die wir schaffen uns nicht mehr dienen. Selbst ein einfache Holzaxt verwandelt sich in den Händen eines Familienvaters unter bestimmten Umständen in ein Instrument, mit dem er seine eigene Tochter erschlägt.

Ohne ein kollektives Erwachen der Menschen werden wir uns immer weiter von unserer wahren Bestimmung entfernen. Die Agenda 2012 macht zumindest erahnbar, wie eine erwachte Menschheit zusammenleben könnte. Heute nennt man das Utopie. Doch unsere Kindeskinder werden vielleicht unseren Glauben an die Unabwendbarkeit von Gier und Unterdrückung in dieser Welt ebenso belachen, wie wir die felsenfeste Überzeugung eines kleinen Kindes belächeln, unter seinem Bett befinde sich ganz ohne Zweifel ein grauenhaftes Monster. Auch diese Agenda 2012 werden unsere Kindeskinder als ein ganz kindliches Kuriosum, als ein flugunfähiger Prototyp der neuen Zeit in ihren Museen ausstellen, falls es so etwas wie Museen dann noch gibt. Weiterlesen

Der Astronautengarten und die Zukunft

Wir sind alle Astronauten und die Erde ist unser Raumschiff – Buckminster Fuller

Wir bewegen uns auf ein neues Zeitalter zu. Viele Versionen des neuen Zeitalters zirkulieren in den Köpfen und Herzen der Menschen. Das Internet legt davon millionenfaches Zeugnis ab. Jede Version, von der Sprengung des Planeten durch Ausserirdische über die Fortsetzung des gehabten in einer höheren Oktave bis zum goldenen Zeitalter nirvanisierter Lichtwesen ist jede Option vorhanden.

Meine Version ist diese:

Im 21. Jahrhundert errichten die vereinten Völker eine stabile, nachhaltige Zivilisation. Sie besteht einerseits aus einer mehrfach redundanten, technischen Infrastruktur, zusammengesetzt aus Energie, Transport und Kommunikationsnetzen und den Produktions und Lebensräumen, vorwiegend konzentriert als Städte angelegt. Andererseits basiert sie auf einer planetaren, sozialen Organisation, welche sowohl die unterschiedlichen Interessen der Menschen als auch ihre ethischen Prinzipien integriert und miteinander in Einklang zu bringen vermag.

Der Aufbau dieser Zivilisation hat ihren Zweck nicht in sich selbst, sondern ist auf das neue Abenteuer ausgerichtet, zu welchem die Menschen gemeinsam aufbrechen Weiterlesen

Alles hat ein Ende

Mit einer überarbeiteten Version der „Globalen Verfassung“ geht meine Arbeit auf diesem Gebiet zu Ende. Der Text heisst neu „24 Universelle Standards und Spielregeln für das Zusammenleben der Völker der Erde“. Ich habe den Begriff „global“ entfernt weil er irreführend ist: es geht nämlich nicht darum, dass die Menschen sich global organisieren. Es geht darum, sich universell zu organisieren. Unser wahrer Bezugspunkt ist weder ein Land, noch eine Nation, noch eine Religion, noch unser Planet, noch ein grosser Bruder, der uns zuschaut. Der wahre, ultimative Bezugspunkt ist das Universum – das physische Universum und das innere Universum. Abgesehen davon bleiben ohnehin unsere Familie, unsere Freunde und Arbeitskollgen die vorrangige, massgebliche Lebensrealität.

 

24 Universelle Standards und Spielregeln für das Zusammenleben der Völker dieser Erde

„Ein inneres Erwachen der Menschen auf diesem Planeten ist erforderlich; ein Erwachen, das weit über die Definition neuer Spielregeln hinausreicht.“

 

Einführung

Die ersten drei Standards sind Gesetzmässigkeiten der Natur. Sie sind unser Anker, die Quelle, zu der wir jederzeit zurückkehren können. In allen Menschen sind alle drei Standards aktiv. Nur auf sexueller Ebene sind Mann und Frau eindeutig männlich und weiblich polarisiert. Sowohl das Gehirn als auch die Seele integrieren beide Prinzipien.

Die restlichen 21 sind Spielregeln von Menschen für Menschen. Sie verändern sich laufend. Sie können Herz, Verstand und Instinkt nicht ersetzen. Es handelt sich um Leitlinien. Standards und Grundregeln dieser Art, welche als Verfassung zu verstehen sind, müssen allen Menschen in ihrer materiellen, seelischen und geistigen Entfaltung dienen. Sie können nie mehr als ein immer genaueres Abbild der in jedem Menschen codierten, natürlichen, liebenden und fördernden Lebensgesetze sein, ganz sicher nie eine Garantie.Eigenverantwortung ist somit die goldene Regel, das Gesetz der Gesetze, das A und O des Zusammenlebens und elementare Bedingung der Freiheit.

 

Die drei Standards

1

Es kann nur einen universellen Standard im wahrsten Sinne des Wortes geben: Gott

Um klarzustellen: Gott als Quelle und Endziel allen Lebens, Gott als essentielles Licht der Schöpfung, Gott als Dimension, die unsere Vorstellungskraft übersteigt.

Wird dieser Universelle Standard von einem Individuum akzeptiert und integriert, glaubt er nicht nur an Gott, sondern vertraut auch auf Gott.

Ohne Herz, ohne Beteiligung des Herzens kann das Vertrauen auf Gott nicht entstehen. Ein lediglich intellektueller, mentaler Glaube oder ein instinktiver, triebgesteuerter Glaube kann kein Gottvertrauen schaffen.

Handkehrum kann auch ein Glaube, der den Intellekt und die Triebe ausblendet oder ablehnt nicht als Gottvertrauen gelten.

2

Der zweite Standard ist der Mutter-Standard.

Das Mütterliche gebärt und trägt als Empfangendes und Gebärendes zur Schöpfung bei.

Das Mütterliche bildet die Form.

Das Mütterliche ist passiv.

3

Der dritte Standard ist der Vater-Standard

Das Väterliche zeugt und trägt als Gebendes und Zeugendes zur Schöpfung bei.

Das Väterliche definiert die Form.

Das Väterliche ist aktiv.

 

Die 21 Spielregeln

4

Der Planet Erde ist das gemeinsame Erbe aller Menschen. Das Besitzrecht wird vom Nutzungsrecht ersetzt.

5

See, Meer und Flussufer sind grundsätzlich der gemeinschaftlichen Nutzung vorbehalten.

6

Die planetare Gemeinschaft besteht aus den freien Völkern der Erde.

7

Mit der internationalen, nationalen, regionalen und lokalen Gesetzgebung wird von den Völkern ein Rahmen für die Nutzung, Pflege und Gestaltung der Erde geschaffen. Die 24 Universellen Standards und Spielregeln sind die Grundlage dieser Gesetzgebung.

8

Nur die versammelten Völker sind ermächtigt, Gesetze im Rahmen ihrer kommunalen, nationalen und internationalen Strukturen in Kraft zu setzen und ausser Kraft zu setzen.

9

Die Redefreiheit ist universell und bedingungslos. Verleumdung, üble Nachrede, Aufhetzung, etc. können nicht eingeklagt werden. Nur Ansprüche und Behauptungen, die vor Gericht geltend gemacht werden, haben Gültigkeit und werden auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft.

10

Es gilt die Maxime: jeder Mensch soll am gleichen Ort in Würde zur Welt kommen, leben und sterben können.

11

Jeder Mensch hat das Recht, sich frei auf dem ganzen Planeten zu bewegen, solange er sich an die Spielregeln vor Ort hält.

12

Die Produktionsbedingungen auf dem Planeten sind so zu gestalten, dass Transportwege für Güter möglichst kurz und die Produktionsmethoden möglichst sinnvoll sind, also den grössten gemeinsamen Nenner dieser häufig antagonistischen Faktoren zu bestimmen.

13

Jeder Mensch kann in Eigenverantwortung sämtliche Pflanzen des Planeten für den persönlichen Gebrauch nutzen.

14

Die Gemeinde, Departements und Staatsorgane verwalten und bewirtschaften alle gemeinschaftlichen Interessen.

Sie sind lokal, regional und national und international organisiert. Es gibt keine globale Verwaltung.

Zu den gemeinschaftlichen Interessen gehören:

Für die Exekutive

A

Der freie Fluss von Information und Energie. Dazu gehören abgesehen von Bildung, Forschung, Telekommunikation, Internet, Elektrizitätsnetz, Transportnetz und die verschiedenen Energieträger explizit auch das Geld als universelles Kommunikationsmittel für Wert.

B

Die Förderung und Stärkung der Gesundheit.

C

Der Schutz, die Pflege und falls möglich die Wiederherstellung und Heilung von Schwachen und Kranken.

Für die Legislative

Die Organisation und Koordination der legislativen Volksversammlungen und der beratenden Kommissionen.

Für die Justiz

Die Anwendung und Durchsetzung der Spielregeln mittels Verwarnung und Busse oder durch definitives Aussperren von Gesetzesbrechern aus der Gemeinschaft.

15

Jeder Nutzniesser der gemeinschaftlichen Infrastruktur, also der Elektrizität, der Telekommunikation, der Strassen, Schulen, Spitäler, der Verwaltung, der Parlaments, der Gerichte etc. leistet einen, seinen Mitteln entsprechenden, Staats-Beitrag in Form von Geld, Arbeit oder Naturalien. Ausgenommen davon sind die Kinder.

16

Unabhängig von der Verwaltung agieren die Räte der Weisen. Sie nehmen eine Vermittlerrolle zwischen allen Akteuren der Gesellschaft ein und gestalten beratend das Bildungswesen mit. Die Räte stehen in der Tradition der Kirchen, Hilfswerke, Sportverbände und anderen Organisationen auf Freiwilligenbasis. Die Räte der Weisen werden symbolisch von einem König präsidiert und konstituieren sich spontan und selbstbestimmt. Sie haben keinen Anspruch auf Staats-Beiträge.

17

Einmal täglich werden 60 Sekunden Stille weltweit geschaltet, ausschliesslich der Stille selbst gewidmet. Jeden Tag, wenn der Mond über der Datumsgrenze aufgeht, schalten alle Radio und Fernsehstationen 1 Minute Stille. Kein Ton, kein Bild. In öffentlichen Transportmitteln, Schulen, Telefonnetzen und im Internet und anderen Infrastrukturen wird ein kurzes Signal zu Beginn und Ende der Minute gesendet. Die Stillezeit verschiebt sich naturgemäss täglich um zirka 51 Minuten.

Dies ist der erste universelle, planetare, freiwillige Gottesdienst.

18

Unbestimmt.

19

Unbestimmt.

20

Unbestimmt.

21

Unbestimmt.

22

Unbestimmt.

23

Unbestimmt.

24

Unbestimmt.

Gemeinsames Erbe Planet Erde

Christoph Hörstel, Vorbild in Sachen Integrität und journalistische Gewissenhaftigkeit, plädiert im beigefügten Interview auf Nuoviso wie ich für eine radikale, planetare Neuordnung, bei der die Erde zum gemeinsamen Erbe aller Menschen erklärt und gemacht wird. Er kommt zum gleichen Schluss wie ich: wir haben gar keine andere Wahl, als solche neuen, universellen Standards zu etablieren, wenn wir eine Zukunft auf diesem Planeten haben wollen. Der Hauptteil des Interviews dreht sich in erster Linie um den drohenden 3.Weltkrieg, der sich am Iran entzünden würde. Wer das Interview in gesamter Länge sehen möchte, kann einfach auf den Anfang zurückspringen.

1812 und der Aufstand der Muschis

Drei Damen der Punkband Pussy Riot wurden zu zwei Jahren Arbeitslager verdonnert. Und zwar wegen Rowdytum, nicht wegen Blasphemie, wie Kyrill, das Oberhaupt der Kirche die Aktion in der grössten Kathedrale Moskaus bezeichnete. Hier ein Video der Sprengung der ersten Version dieser Kathedrale im Dezember 1931. Lazar Kaganovich, der Wahlhelfer und Schlächter von Stalin soll auf ihren Trümmern gesagt haben: „Mutter Russland ist niedergeworfen. Wir haben sie ihrer Röcke beraubt!“

Die Kathedrale wurde nach dem Ende der Sowjetzeit in kürzester Frist wieder aufgebaut und im Jahr 2000 eingeweiht. Übrigens, die berühmte Ouvertüre 1812 von Tchaikovskij, welche auch im Film „V for Vendetta“ wieder auftaucht, wurde von diesem widerwillig für die Einweihung des Baus im Jahre 1883 komponiert. Ein Bau, der den Sieg Russlands über die Armeen Napoleons feiern sollte. Die Allianz von Kirche und Staat ist in Russland also nichts Neues. Auf Youtube sind sogar orthodoxe Priester bei der Segnung von Panzern der russischen Armee zu betrachten. Ende des Exkurses.

Ein paar Vergleiche. In Deutschland wurde ein Mann 2006 aufgrund eines ähnlichen Deliktes immerhin zu 5 Monaten Haft verurteilt. In den vereinigten Staaten wurde eine Neonazi zu 39 Jahren Haft verurteilt, nachdem er nachts einen Molotowcocktail in eine leere Synagoge geworfen hatte und dabei ein Fenster und eine Mauer zu Schaden kam. Dass die drei Frauen bestraft werden mussten, liegt also auf der Hand. Das ist internationaler Standard. Wenn ich in irgendeiner öffentlichen Institution nackt auf den Tischen herumtanze und mich zum Beispiel aus Protest gegen die Nutztierhaltung mit warmem Kuhmist übergiesse ist das Hausfriedensbuch. Wenn der Direktor dieser öffentlichen Institution nachweislich mit der Nutztierlobby unter einer Decke steckt, dann wird man meine Aktion zwar als „von öffentlichem Belang“ klassieren, nicht als private Spinnerei, aber am Hausfriedensbruch ändert es nichts. Es gibt in Moskau eine Menge andere, schöne Orte, wo man zur Jungfrau Maria beten kann, sie möge uns von Putin erlösen. Wenn man die orthodoxe Kirche als unchristlich empfindet, hat man auch das Recht eine eigene Kirche im Geiste Jesu zu gründen. Zu Zeiten Zwinglis war das nicht so einfach. Der Zürcher Felix Manz wurde von der Obrigkeit in der Limmat ertränkt, weil er sich nicht dem reformatorischen Projekt seines Konkurrenten Zwingli anschliessen wollte. Er hatte seine eigenen Vorstellungen vom Reich Gottes.

Russland ist neben Israel eines der wenigen, modern organisierten und industrialisierten Länder, wo es eine enge Verflechtung zwischen Kirche und Staat gibt. Obwohl sich das in der russischen Gesetzgebung viel weniger stark bemerkbar macht, als in der Israelischen, wo zum Beispiel nach wie vor kein Nicht-Jude das gleiche Bürgerrecht wie ein Jude erwerben kann. Deshalb wurden die Mädchen in Russland nicht wegen Blasphemie verurteilt, während in einem vergleichbaren Fall in Israel die Geschichte vielleicht ein bisschen anders abgelaufen wäre. Den Frauen war aber wohl sehr klar, dass sie sich mit dieser Aktion zu Märyterinnen machen würden. Das scheint ihrem psychologischen Profil zu entsprechen. Schauen wir also einmal ein wenig genauer, was die jungen Frauen animiert und was sie, neben ihren Aktionen in der Kathedrale sonst noch getrieben haben. Zum Beispiel mit der Kunstgruppe „Vainá“ (Krieg).

Aktion der Gruppe „Vainá“ (Krieg) im Naturkundemuseum

Frau Tolokonnikova, eine der Verurteilten der Pussy Riot, ist auf dem Foto aus dem Jahr 2008 beim angedeuteten Geschlechtsverkehr zu sehen. Soweit ich verstanden habe, handelte es sich bei der Aktion um einen ironischen Aufruf, im Namen des Bären fruchtbar zu sein und ihm symbolisch seine Energie zu spenden. Deshalb fand die Aktion im Naturkundemuseum statt. Wahrscheinlich ist sie als Anspielung auf den damaligen, neu gewählten Präsidenten Dmitry Medvedev zu verstehen, denn „medved“ heisst auf russisch Bär. Herr Medvedev ist also ganz einfach Herr Bär. (er hat meiner Meinung nach zwar eher ein Gummibärchengesicht). Mehrere Mitglieder der Gruppe wurden wiederholt verhaftet und sassen im Gefängnis. Die Hauptakteure sind alles andere als Leichtgewichte. Sie wollen die Kunst der Dekabristen weiterpflegen. Dazu gehört das konstante Leben am Limit, ohne festen Wohnsitz, Arbeit oder Unterstützung eines Galeristen. Die Aktionen sind grundsätzlich kulturkritisch zu verstehen und richten sich entweder gegen Staat und Kirche oder Symbole des Kapitalismus wie Mc Donnalds oder Supermärkte. Mafia, Banken, westliche Mediendiktatur, Amerikanischer Imperialismus und Geheimbünde scheinen den wackeren Künstlern weniger ein Dorn im Auge zu sein. Weshalb gewisse Stimmen in Russland auch vermuten, dass die Gruppe insgeheim genau von diesen Kreisen unterstützt wird.

Meiner Meinung nach werden sie von diesen Kreisen nicht unterstützt, aber sehr gerne gesehen. Jede Polemik, die von der Macht der Drahtzieher hinter den Kulissen ablenkt, ist ihnen ein willkommenes Geschenk. Jeder Idiot des schwarzen Blocks, der Pflastersteine in Schaufenster wirft, lässt vergessen, wieviele Menschen von Rohstoff-Spekulanten zur gleichen Zeit in den Tod getrieben werden und wieviele Soldaten von Waffenfabrikanten auf andere Soldaten gehetzt werden, um ihre Kasse zu füllen. Meiner Meinung nach sind die jungen Frauen nützliche Idioten. Sie unterschätzten wohl ganz gewaltig die geballte Symbolkraft dieser Kirche und ihrer Geschichte. Eine Geschichte mit vielen unbekannten Facetten, zum Beispiel jener, dass Lenin von der Wall Street unterstützt wurde, um den Kommunismus einzuführen, der Tatsache, dass Kaganovich mithalf Kirov zu Gunsten von Stalin kaltzustellen, eine Geschichte also, deren Fäden, wie so oft, in der City of London und in New York zusammenlaufen, in den Gemäuern der FED und ihrer Besitzer, einer Handvoll Privatbankiers. In diesem Sinne ist diese Kirche durchaus ein authentisches Symbol des Widerstands gegen die zerstörerische Macht der Bankiers und die Pussies hätten ein vitales Interesse daran, den Aufstand mit ihr und nicht gegen sie zu proben. Vergessen wir nicht, das Kirchenschiff ist ein sehr mächtiges Symbol der Mutter, der Frau, des Uterus. In diesem Zusammenhang wäre es avantgardistischer gewesen, die Jungfrau Maria um ein Minaret neben der Kathedrale zu bitten, um zu verhindern, dass sie fremdgeht. (der Kreml befindet sich übrigens in Sichtweite ;-)).

Mehr zum Thema Pussy Riot in einem journalistisch vorbildlichen und informativen Artikel von Ulrich M. Schmid in der NZZ. Nicht, dass ich deshalb die Berichterstattung der NZZ im Allgemeinen loben möchte, in Syrien versagt sie genau wie die aller anderen Zeitungen des Westens. Aber wie sagt man so schön: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.

Noch ausführlicher ist Friederike Beck bei Zeitgeist Online. Dort erfährt man auch mehr über eine Frau im Hintergrund des Muschiaufstandes. Sie heisst Oksana Tschelschewa und arbeitete schon für das NED (National Endowment of Freedom), die sogenannte Open Society des Spekulanten George Soros sowie den Ex-Schachmeister Kasparow, der am letzten Bilderbergertreffen teilnahm.

Sehr kompetent auch der Artikel von Israel Adam Shamir, der mit Abstand am ausführlichsten ist und auf eine Menge einzelner Protagonisten in der Oppositionsbewegung eingeht.

Die Schweiz, das Schweizer Fernsehen und Syrien

Auch das Schweizer Fernsehen zitiert gerne das ominöse Syrian Observatory of Human Rights in London (SOHR), wenn es um die neusten Berichte aus Syrien geht. Um welche Organisation es sich dabei handelt, haben wir bisher nicht erfahren. Nun, es handelt sich um eine Onemanshow, unterstützt und gesponsert von der britischen Regierung und den Diktatoren der Golfstaaten Katar, Saudi-Arabien und Bahrein. Der Mann heisst Rami Abdel Rahmane, er ist sunnitischer Syrier und lebt in Birmingham. Er wurde unter anderem von Hague, dem britischen Minister des Äusseren empfangen, der nicht eben für unabhängige Berichterstattung bekannt ist.

Das Schweizer Fernsehen zitiert also wiederholt einen Geschäftsmann, der in England lebt, als offizielle und logischerweise vertrauenwürdige Quelle. Doch das ist das Geringste, was sich das Schweizer Fernsehen, finanziert aus obligatorischen Mitgliederbeiträgen, tut, um die Linientreue mit Washington, Paris, London und Tel Aviv unter Beweis zu stellen. Über das Verhalten der Schweizer Aussenpolitik im Syrienkrieg (ja es ist ein Krieg gegen Syrien unter Ägide der NATO-Länder) wird am Fernsehen offenbar auch nicht berichtet. Es braucht dafür das kleine Blatt Le Courrier aus Genf, um zum Beispiel darauf hinzuweisen, dass die Schweiz sowohl finanziel (50’000 Franken) als auch logistisch Treffen in Berlin unterstützt hat, wo Exilsyrier gemeinsam mit Experten eine neue Verfassung für die Zeit nach Bachar Al-Assad erarbeiteten. Interessant in diesem Zusammenhang ist zu sehen, wer diese Arbeitsgruppe zusammengetrommelt hat: Das American Institute of Peace. Das Beste daran: Das American Institute of Peace gehört organisatorisch zum Pentagon. Das Kriegsministerium organisiert also den Frieden! Prost allerseits! Der Präsident dieses Insitutes ist ein gewisser Steven Heydemann, ehemaliger Mitarbeiter des CIA und Staatsbürger der USA und Israels. Ob die Syrier vor kurzem über eine neue Verfassung abgestimmt haben oder nicht, scheint dabei völlig irrelevant zu sein. Es war ja auch egal, ob eine Mehrheit der Palästinenser Hamas gewählt hat. Hamas wählt man einfach nicht, Demokratie hin oder her.

Die Antwort der Tagesschau-Redaktion auf meine Anfrage betreffend ausgewogene Berichterstattung ist symptomatisch für die Kommunikationsform offizieller Stellen in der Schweiz – aalglatt, vollkommen unverbindlich und relativierend.

„Wir versuchen, so viele glaubwürdige Informationen wie möglich zum Syrien-Konflikt zu verwerten. Bei den Beispielen die Sie uns geschickt haben, hat es interessante Quellen darunter – allerdings muss nicht alles was sich „unabhängig“ nennt auch wirklich der Wahrheit näher sein. Vieles aus diesen Kreisen ist einfach auch Anti-Amerikanisch und damit ebenfalls Propaganda.“

Nun im Falle, dass die Tagesschau ebenso häufig eine Quelle wie Voltairenet.org, InfoSyrie oder tarpley.net zitieren würde, wie das SOHR in London,  könnte ich mit dieser Antwort etwas anfangen. Vielleicht gibt der Redaktor mit seiner Antwort durch die Blume sogar zu, dass die Mittleilungen des SOHR Propaganda sind? Dies würde wiederum dem Grundsatz widersprechen, „möglichst glaubwürdige Informationen“ zu verwerten. Auf alle Fälle, abgesehen von einigen löblichen Ausnahmen, wie das Interview mit der deutschen Journalistin Karin Leukefeld, bläst das Schweizer Fernsehen in das gleiche Horn, wie alle anderen, westlichen, privaten und staatlichen Massenmedien. Willkommen in der UdSSR!

Christoph Hörstel sagt, Deutschland seine eine Kolonie der Vereinigten Staaten. Ich sage: die Schweiz ist ein Protektorat der Vereinigten Staaten. Wenn man die Angriffe auf das Schweizer Bankenwesen der jüngsten Zeit betrachtet, muss man jedoch die Möglichkeit in Erwägung ziehen, dass dieses Protektorat dem Ende entgegen geht und auch die Schweiz definitiv zu einer Kolonie umfunktioniert wird.

Korrekturen und Neuauflage

„Die Globale Verfassung“ ist vor einigen Tagen als korrigierte und minimal überarbeitete Neuauflage erschienen. Abgesehen von einigen Flüchtigkeitsfehlern gab es in der Erstausgabe auch einen „echten“ Fehler. Dabei handelt es sich um einen statistischen Wert. Auf Seite 112 „Das Spielfeld“ stehen unter der Rubrik Wasser 198 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Person zur Verfügung. Diese Angabe ist in der Grössenordnung falsch. Es handelt sich um 198 MILLIONEN Kubikmeter, also 1000 mal weniger.

Eine kleine andere inhaltlich relevante Änderung habe ich im Verfassungstext vorgenommen. Im Teil „Aufgaben des Staates und der Bürger“ habe ich Nahrungsmittel aus dem Katalog der Aufgaben des Staates gestrichen.

Die Neuauflage ist erneut bei BoD erschienen, ein Verlag, den ich gerne weiterempfehle. Der Service ist sehr zuvorkommend und kompetent. Ausserdem hat Print on Demand den Vorteil, dass nicht unnötig Bäume gefällt werden. Jedes Jahr werden Tonnenweise Bücher weggeschmissen, die nicht verkauft wurden. Bei BoD kann das nicht geschehen.

Norbert Brakenwagen liest die globale Verfassung

Nach dem Interview auf Schweiz 5 hat sich Norbert Brakenwagen die Zeit genommen, mein Buch ganz zu lesen und es gestern auf Time To Do nochmals ausführlich vorgestellt. Der nächste logische Schritt wäre eine Debatte der vorgestellten Thesen  der „Globalen Verfassung“. Denn schon jeder einzelne Artikel der Verfassung – mal ganz abgesehen vom Grundlatenteil „Diagnose“ –  enthält eine Menge Sprengstoff und auch eine Menge Fehler, weshalb ich mittlerweile an einem neuen Buch arbeite. Nicht nur Rousseau war mit seinem „Gesellschaftsvertrag“ unglücklich, auch ich bin es mit der „Globalen Verfassung“.  Mir ist mittlerweile klar geworden, dass es eine globale Verfassung so nicht geben kann, sondern bloss allgemein anerkannte universelle Spielregeln und Gesetze. Das mag nach Spitzfindigkeit riechen, aber wer Worte und ihre Bedeutung schätzt und liebt, ahnt worauf ich hinaus will. Ein Beispiel: Die 12 Volt Autobatterie ist ein weltweiter Standard. Es gibt eine übersichtliche Anzahl von Typen für kleinere und grössere Motoren. Abgesehen davon sind sie universell verwendbar. Man kann deshalb von einem Universalstandard sprechen. Ich habe noch nie von jemandem gehört, der gegen die grausame Unterdrückung der Völker dieser Erde protestierte, weil sie mit einer 12 Volt Batterie in tyrannischer Weise gleichgeschaltet werden. Jeder, der für besondere Zwecke eine andere Batterie, mit einem anderen Standard braucht, kann diese abgesehen davon selber herstellen oder herstellen lassen. Ein einheitlicher, universeller Standard dient den Menschen. Damit wird natürlich nicht beantwortet, ob uns Autobatterien, Autos und anderer Zivilisationskram wirklich dienen oder uns letztlich zu entfremdeten Plastikwesen degradieren.

Ich glaube, dass Spielregeln, welche von allen Völkern auf dem Planeten genutzt werden können, den Charakter von solchen Universalstandards haben sollten. Also auch immer die Möglichkeite offen lassen, für besondere Zwecke einen eigenen Standard zu entwickeln – der vielleicht sogar eines Tages zum neuen Universalstandard wird, falls er das Zeug dazu hat. Es gibt noch einen weiteren Grund, warum ich mich vom Wort „Global“ immer mehr distanziere: es hat den Beigeschmack des ultimativen Egos, so wie es uns mittlerweile als Ökofaschismus begegnet, als kollektive Furcht vor der Zerstörung des Planeten, und so wie wir es schon lange kennen, als Traum einzelner Familien, Völker und Religionen (allen voran die Zionisten und amerikanischen Evangelisten) die Globale Weltherrschaft zu errichten. Global bezieht sich auf unsere Besessenheit von unserer Existenzangst auf diesem endlichen, gleichzeitig fragilen und urmächtigen Geschöpf Mutter Erde. Universell hingegen, bezieht sich auf den Geist und das Herz. Das Universelle fürchtet sich nicht vor Untergang und Tod, es umsorgt alles Lebendige. Wir studieren ja übrigens auch nicht in der Globalität sondern in der Universität – auch wenn mittlerweile Ersteres häufiger auf diese postmodernen Indoktrinationsanstalten zutrifft.

Fortsetzung folgt. Hier die Sendung auf Time To Do

Venus 2.0

Jacque Fresco hat es endlich geschafft, zumindest teilweise, die politische Dimension in seinen naturwissenschaftlich-technischen Diskurs zu integrieren. Das ist ein grosser Schritt. Im neuen Film über das Venus Project, wird die blockierende Funktion des Geldes in seiner heutigen Natur sehr anschaulich dargestellt. Jene, die seine futuristischen Modelle von Häusern und Raumschiffen nicht mögen, sollten sich dadurch nicht davon abhalten lassen, die Essenz seiner Arbeit zu erkennen, welche nichts mit Design und Ästhetik zu tun hat. Jacque Fresco selbst sagt: Seine Modelle sind bloss Illustrationen seines Weltbildes, keine Baupläne für eine technokratische Diktatur.

Der Film kann mit deutschen Untertiteln geschaut werden – auf CC unter dem Bild klicken.

Die Globale Verfassung bei Time To Do

Letzte Woche war ich bei Schweiz 5 für ein Interview eingeladen. Auf diesem Regionalsender, der in Langenthal produziert, empfängt Norbert Brakenwagen jeden Abend von Montag bis Freitag zwischen 20 und 21 Uhr einen anderen Gast zu einem Gespräch. Schwerpunkte seiner Sendung sind esoterische Themen, die Initiative Grundeinkommen und Geldreform, 9/11 sowie eine Menge andere Inhalte, die von den Massenmedien geächtet wurden. Vor einigen Wochen war zum Beispiel der iranische Botschafter in Bern zu Gast. Norbert bezeichnet den Sender als den letzten freien in Europa.
Hier die Aufzeichnung des Gesprächs.

Keine Soldaten – keine Kriege! Jetzt drohen Drohnen.

Wieder haben eine Gruppe von geläuterten US-Soldaten ihre Kriegmedaillen publikumswirksam abgegeben. Hunderttausende sind ihrem Beispiel noch nicht gefolgt. Neue Jungs werden rekrutiert, damit sie dann nach vollbrachtem Verbrechen geläutert ihre Medaille abgeben können. Für den Fall, dass der Nachschub eines Tages dennoch ausgeht und die Jungs sich ihr Geld lieber auf heimischem Boden zusammenstehlen, anstatt es als Soldaten zu abzuverdienen, werden jetzt immer mehr Drohnen entwickelt. Vielleicht finden sich sogar ein paar hirnverbrannte Videogamer, die gerne von ihrem Heimcomputer aus eine solche Drohne zum Zeitvertrieb ins Ziel steuern. So könnte das Pentagon sogar die Ausgaben senken. Fürs betanken der Drohnen kämen Typen wie Beisserchen und Nummer 3 aus den populären James Bond Filmen in Frage. Oder Behinderte. Es ist nicht auszuschliessen, dass ein geistig Behinderter soweit geschult werden kann,  eine Drohne zu betanken und deren Bombenschacht neu zu befüllen. Man könnte das sogar PR wirksam als Integrationserfolg von Behinderten in die Arbeitswelt vermarkten. Die Frage bleibt bloss, wer die Drohnentankwarte schult und wer die Drohnen weiterentwickelt. Wenn die Ingenieure ebenfalls den Dienst quittieren und auch keiner mehr Raketen zusammenschrauben will, müsen die Drahtzieher der Schlächtereien eines Tages selbst in den Blaumann steigen.