30 Minuten Lügen und Heuchelei des ****** vom Dienst

Die Vereinigten Staaten, nicht Mitglied des internationalen Gerichtshofs, die UNO im Fall von Libyen für ihre Interessen missbrauchend und unfähig einen einzigen hochrangigen Bankier einer der Grossbanken nach 2008 für ihre Vergehen zu bestrafen, erlauben sich mit ihrem Pressesprecher Obama anderen die Leviten zu lesen und von Freiheit und Gleichheit zu sprechen. Mich wundert, warum diese Menschen , denen die Amerikaner seit Jahren Bomben auf die Köpfe werfen nicht schon lange alle Konsolate gestürmt und in Schutt und Asche gelegt haben, im Angesicht dieser unerträglichen Demonstration von humanistischer Heuchelei und Arroganz.

http://www.youtube.com/watch?v=k5dh392zSis

Geld? Trinkgeld? Duschgel(d)? – Vollgeld!

Vollgeil, die Vollgeldinitiative hat einen anschaulichen Flyer im Programm, der so knapp wie möglich erklärt, was Geld ist, woher es kommt und wie es sich verteilt bzw. verteilt wird. Es ist verblüffend, dass zwar alle Menschen seit je wissen, dass die Welt mit Geldzuflüssen am einen Ort und  Geldabsaugung am anderen Ort regiert wird, aber kaum jemand hatte bis vor kurzem eine Ahnung, was Geld eigentlich ist.

Im Gegensatz zur gängigen Annahme ist der Unterschied nicht sehr gross, ob ein einzelner seine eigenen Banknoten druckt und in Umlauf bringt oder ob eine Privatbank elektronisch Giralgeld schafft, das, sobald es an ein Unternehmen oder eine Privatperson als Kredit vergeben wird, zu echtem Geld mutiert. Der Unterschied besteht vordergründig lediglich darin, dass eine Kontrolle der Geldmenge unmöglich wäre, wenn jedermann sein Geld selbst am

Ein Haus bauen, ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen, ein Buch schreiben und sein eigenes Geld drucken.

Homeprinter ausdrucken könnte und versprechen würde, dass er für den ausgedruckten Wert einen Gegenwert schaffen wird oder bereits geschaffen hat. Das Geld der Banken kann in diesem Sinne genau so Falschgeld sein, wie jenes eines schlauen Druckerlehrlings. Man behauptet also, im Geldwesen könne es nur mit rechten Dingen zu und her gehen, wenn ausgewählte Organisationen wie die Nationalbank und die von ihr belieferten Privatbanken das Recht erhalten, Geld zu schaffen.  Denn wesentlich ist, ob die umlaufende Gesamtgeldmenge, dem Gesamtgegenwert der Wirtschaft entspricht und dementsprechend zentral gesteuert und kontrolliert werden kann. Bloss, lässt sich dieser Gesamtgegenwert der Wirtschaft überhaupt korrekt berechnen? Nein. Der Preis einer Sache kann nicht objektiv bestimmt werden, er bleibt immer Gegenstand subjektiver Bewertungen. Preise können manipuliert werden, wie es der Liborskandal zeigt. Es gibt volkswirtschaftlich gesehen Dinge wie Pilatus-Flugzeuge oder Ruag-Handgranaten, die konkret eine Wertvernichtung darstellen, obwohl sie für das produzierende Unternehmen und im Falle eines Exports auch für das produzierende Land einen positiven Gegenwert darstellen. Der Erdölhandel ist an den Dollar gebunden, was ebenfalls ein verstecktes Preisdiktat ist. Die Inflation, welche durch unkontrollierte Ausweitung der Geldmenge entstünde, ist also längst nicht die einzige Art, wie die Wirtschaft aus dem Ruder geraten kann. Die Frage ist also immer noch die gleiche: wie kann man das Geldsystem so gestalten, dass  Geld glaubwürdig einen Sachwert repräsentiert und somit einen FREIEN HANDEL, der die Bezeichnung verdient, ermöglicht. Die „Monetative“ arbeitet daran.

Mehr dazu auf http://vollgeld.ch

1812 und der Aufstand der Muschis

Drei Damen der Punkband Pussy Riot wurden zu zwei Jahren Arbeitslager verdonnert. Und zwar wegen Rowdytum, nicht wegen Blasphemie, wie Kyrill, das Oberhaupt der Kirche die Aktion in der grössten Kathedrale Moskaus bezeichnete. Hier ein Video der Sprengung der ersten Version dieser Kathedrale im Dezember 1931. Lazar Kaganovich, der Wahlhelfer und Schlächter von Stalin soll auf ihren Trümmern gesagt haben: „Mutter Russland ist niedergeworfen. Wir haben sie ihrer Röcke beraubt!“

Die Kathedrale wurde nach dem Ende der Sowjetzeit in kürzester Frist wieder aufgebaut und im Jahr 2000 eingeweiht. Übrigens, die berühmte Ouvertüre 1812 von Tchaikovskij, welche auch im Film „V for Vendetta“ wieder auftaucht, wurde von diesem widerwillig für die Einweihung des Baus im Jahre 1883 komponiert. Ein Bau, der den Sieg Russlands über die Armeen Napoleons feiern sollte. Die Allianz von Kirche und Staat ist in Russland also nichts Neues. Auf Youtube sind sogar orthodoxe Priester bei der Segnung von Panzern der russischen Armee zu betrachten. Ende des Exkurses.

Ein paar Vergleiche. In Deutschland wurde ein Mann 2006 aufgrund eines ähnlichen Deliktes immerhin zu 5 Monaten Haft verurteilt. In den vereinigten Staaten wurde eine Neonazi zu 39 Jahren Haft verurteilt, nachdem er nachts einen Molotowcocktail in eine leere Synagoge geworfen hatte und dabei ein Fenster und eine Mauer zu Schaden kam. Dass die drei Frauen bestraft werden mussten, liegt also auf der Hand. Das ist internationaler Standard. Wenn ich in irgendeiner öffentlichen Institution nackt auf den Tischen herumtanze und mich zum Beispiel aus Protest gegen die Nutztierhaltung mit warmem Kuhmist übergiesse ist das Hausfriedensbuch. Wenn der Direktor dieser öffentlichen Institution nachweislich mit der Nutztierlobby unter einer Decke steckt, dann wird man meine Aktion zwar als „von öffentlichem Belang“ klassieren, nicht als private Spinnerei, aber am Hausfriedensbruch ändert es nichts. Es gibt in Moskau eine Menge andere, schöne Orte, wo man zur Jungfrau Maria beten kann, sie möge uns von Putin erlösen. Wenn man die orthodoxe Kirche als unchristlich empfindet, hat man auch das Recht eine eigene Kirche im Geiste Jesu zu gründen. Zu Zeiten Zwinglis war das nicht so einfach. Der Zürcher Felix Manz wurde von der Obrigkeit in der Limmat ertränkt, weil er sich nicht dem reformatorischen Projekt seines Konkurrenten Zwingli anschliessen wollte. Er hatte seine eigenen Vorstellungen vom Reich Gottes.

Russland ist neben Israel eines der wenigen, modern organisierten und industrialisierten Länder, wo es eine enge Verflechtung zwischen Kirche und Staat gibt. Obwohl sich das in der russischen Gesetzgebung viel weniger stark bemerkbar macht, als in der Israelischen, wo zum Beispiel nach wie vor kein Nicht-Jude das gleiche Bürgerrecht wie ein Jude erwerben kann. Deshalb wurden die Mädchen in Russland nicht wegen Blasphemie verurteilt, während in einem vergleichbaren Fall in Israel die Geschichte vielleicht ein bisschen anders abgelaufen wäre. Den Frauen war aber wohl sehr klar, dass sie sich mit dieser Aktion zu Märyterinnen machen würden. Das scheint ihrem psychologischen Profil zu entsprechen. Schauen wir also einmal ein wenig genauer, was die jungen Frauen animiert und was sie, neben ihren Aktionen in der Kathedrale sonst noch getrieben haben. Zum Beispiel mit der Kunstgruppe „Vainá“ (Krieg).

Aktion der Gruppe „Vainá“ (Krieg) im Naturkundemuseum

Frau Tolokonnikova, eine der Verurteilten der Pussy Riot, ist auf dem Foto aus dem Jahr 2008 beim angedeuteten Geschlechtsverkehr zu sehen. Soweit ich verstanden habe, handelte es sich bei der Aktion um einen ironischen Aufruf, im Namen des Bären fruchtbar zu sein und ihm symbolisch seine Energie zu spenden. Deshalb fand die Aktion im Naturkundemuseum statt. Wahrscheinlich ist sie als Anspielung auf den damaligen, neu gewählten Präsidenten Dmitry Medvedev zu verstehen, denn „medved“ heisst auf russisch Bär. Herr Medvedev ist also ganz einfach Herr Bär. (er hat meiner Meinung nach zwar eher ein Gummibärchengesicht). Mehrere Mitglieder der Gruppe wurden wiederholt verhaftet und sassen im Gefängnis. Die Hauptakteure sind alles andere als Leichtgewichte. Sie wollen die Kunst der Dekabristen weiterpflegen. Dazu gehört das konstante Leben am Limit, ohne festen Wohnsitz, Arbeit oder Unterstützung eines Galeristen. Die Aktionen sind grundsätzlich kulturkritisch zu verstehen und richten sich entweder gegen Staat und Kirche oder Symbole des Kapitalismus wie Mc Donnalds oder Supermärkte. Mafia, Banken, westliche Mediendiktatur, Amerikanischer Imperialismus und Geheimbünde scheinen den wackeren Künstlern weniger ein Dorn im Auge zu sein. Weshalb gewisse Stimmen in Russland auch vermuten, dass die Gruppe insgeheim genau von diesen Kreisen unterstützt wird.

Meiner Meinung nach werden sie von diesen Kreisen nicht unterstützt, aber sehr gerne gesehen. Jede Polemik, die von der Macht der Drahtzieher hinter den Kulissen ablenkt, ist ihnen ein willkommenes Geschenk. Jeder Idiot des schwarzen Blocks, der Pflastersteine in Schaufenster wirft, lässt vergessen, wieviele Menschen von Rohstoff-Spekulanten zur gleichen Zeit in den Tod getrieben werden und wieviele Soldaten von Waffenfabrikanten auf andere Soldaten gehetzt werden, um ihre Kasse zu füllen. Meiner Meinung nach sind die jungen Frauen nützliche Idioten. Sie unterschätzten wohl ganz gewaltig die geballte Symbolkraft dieser Kirche und ihrer Geschichte. Eine Geschichte mit vielen unbekannten Facetten, zum Beispiel jener, dass Lenin von der Wall Street unterstützt wurde, um den Kommunismus einzuführen, der Tatsache, dass Kaganovich mithalf Kirov zu Gunsten von Stalin kaltzustellen, eine Geschichte also, deren Fäden, wie so oft, in der City of London und in New York zusammenlaufen, in den Gemäuern der FED und ihrer Besitzer, einer Handvoll Privatbankiers. In diesem Sinne ist diese Kirche durchaus ein authentisches Symbol des Widerstands gegen die zerstörerische Macht der Bankiers und die Pussies hätten ein vitales Interesse daran, den Aufstand mit ihr und nicht gegen sie zu proben. Vergessen wir nicht, das Kirchenschiff ist ein sehr mächtiges Symbol der Mutter, der Frau, des Uterus. In diesem Zusammenhang wäre es avantgardistischer gewesen, die Jungfrau Maria um ein Minaret neben der Kathedrale zu bitten, um zu verhindern, dass sie fremdgeht. (der Kreml befindet sich übrigens in Sichtweite ;-)).

Mehr zum Thema Pussy Riot in einem journalistisch vorbildlichen und informativen Artikel von Ulrich M. Schmid in der NZZ. Nicht, dass ich deshalb die Berichterstattung der NZZ im Allgemeinen loben möchte, in Syrien versagt sie genau wie die aller anderen Zeitungen des Westens. Aber wie sagt man so schön: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.

Noch ausführlicher ist Friederike Beck bei Zeitgeist Online. Dort erfährt man auch mehr über eine Frau im Hintergrund des Muschiaufstandes. Sie heisst Oksana Tschelschewa und arbeitete schon für das NED (National Endowment of Freedom), die sogenannte Open Society des Spekulanten George Soros sowie den Ex-Schachmeister Kasparow, der am letzten Bilderbergertreffen teilnahm.

Sehr kompetent auch der Artikel von Israel Adam Shamir, der mit Abstand am ausführlichsten ist und auf eine Menge einzelner Protagonisten in der Oppositionsbewegung eingeht.

Norbert Brakenwagen liest die globale Verfassung

Nach dem Interview auf Schweiz 5 hat sich Norbert Brakenwagen die Zeit genommen, mein Buch ganz zu lesen und es gestern auf Time To Do nochmals ausführlich vorgestellt. Der nächste logische Schritt wäre eine Debatte der vorgestellten Thesen  der „Globalen Verfassung“. Denn schon jeder einzelne Artikel der Verfassung – mal ganz abgesehen vom Grundlatenteil „Diagnose“ –  enthält eine Menge Sprengstoff und auch eine Menge Fehler, weshalb ich mittlerweile an einem neuen Buch arbeite. Nicht nur Rousseau war mit seinem „Gesellschaftsvertrag“ unglücklich, auch ich bin es mit der „Globalen Verfassung“.  Mir ist mittlerweile klar geworden, dass es eine globale Verfassung so nicht geben kann, sondern bloss allgemein anerkannte universelle Spielregeln und Gesetze. Das mag nach Spitzfindigkeit riechen, aber wer Worte und ihre Bedeutung schätzt und liebt, ahnt worauf ich hinaus will. Ein Beispiel: Die 12 Volt Autobatterie ist ein weltweiter Standard. Es gibt eine übersichtliche Anzahl von Typen für kleinere und grössere Motoren. Abgesehen davon sind sie universell verwendbar. Man kann deshalb von einem Universalstandard sprechen. Ich habe noch nie von jemandem gehört, der gegen die grausame Unterdrückung der Völker dieser Erde protestierte, weil sie mit einer 12 Volt Batterie in tyrannischer Weise gleichgeschaltet werden. Jeder, der für besondere Zwecke eine andere Batterie, mit einem anderen Standard braucht, kann diese abgesehen davon selber herstellen oder herstellen lassen. Ein einheitlicher, universeller Standard dient den Menschen. Damit wird natürlich nicht beantwortet, ob uns Autobatterien, Autos und anderer Zivilisationskram wirklich dienen oder uns letztlich zu entfremdeten Plastikwesen degradieren.

Ich glaube, dass Spielregeln, welche von allen Völkern auf dem Planeten genutzt werden können, den Charakter von solchen Universalstandards haben sollten. Also auch immer die Möglichkeite offen lassen, für besondere Zwecke einen eigenen Standard zu entwickeln – der vielleicht sogar eines Tages zum neuen Universalstandard wird, falls er das Zeug dazu hat. Es gibt noch einen weiteren Grund, warum ich mich vom Wort „Global“ immer mehr distanziere: es hat den Beigeschmack des ultimativen Egos, so wie es uns mittlerweile als Ökofaschismus begegnet, als kollektive Furcht vor der Zerstörung des Planeten, und so wie wir es schon lange kennen, als Traum einzelner Familien, Völker und Religionen (allen voran die Zionisten und amerikanischen Evangelisten) die Globale Weltherrschaft zu errichten. Global bezieht sich auf unsere Besessenheit von unserer Existenzangst auf diesem endlichen, gleichzeitig fragilen und urmächtigen Geschöpf Mutter Erde. Universell hingegen, bezieht sich auf den Geist und das Herz. Das Universelle fürchtet sich nicht vor Untergang und Tod, es umsorgt alles Lebendige. Wir studieren ja übrigens auch nicht in der Globalität sondern in der Universität – auch wenn mittlerweile Ersteres häufiger auf diese postmodernen Indoktrinationsanstalten zutrifft.

Fortsetzung folgt. Hier die Sendung auf Time To Do

Die Globale Verfassung bei Time To Do

Letzte Woche war ich bei Schweiz 5 für ein Interview eingeladen. Auf diesem Regionalsender, der in Langenthal produziert, empfängt Norbert Brakenwagen jeden Abend von Montag bis Freitag zwischen 20 und 21 Uhr einen anderen Gast zu einem Gespräch. Schwerpunkte seiner Sendung sind esoterische Themen, die Initiative Grundeinkommen und Geldreform, 9/11 sowie eine Menge andere Inhalte, die von den Massenmedien geächtet wurden. Vor einigen Wochen war zum Beispiel der iranische Botschafter in Bern zu Gast. Norbert bezeichnet den Sender als den letzten freien in Europa.
Hier die Aufzeichnung des Gesprächs.

Keine Soldaten – keine Kriege! Jetzt drohen Drohnen.

Wieder haben eine Gruppe von geläuterten US-Soldaten ihre Kriegmedaillen publikumswirksam abgegeben. Hunderttausende sind ihrem Beispiel noch nicht gefolgt. Neue Jungs werden rekrutiert, damit sie dann nach vollbrachtem Verbrechen geläutert ihre Medaille abgeben können. Für den Fall, dass der Nachschub eines Tages dennoch ausgeht und die Jungs sich ihr Geld lieber auf heimischem Boden zusammenstehlen, anstatt es als Soldaten zu abzuverdienen, werden jetzt immer mehr Drohnen entwickelt. Vielleicht finden sich sogar ein paar hirnverbrannte Videogamer, die gerne von ihrem Heimcomputer aus eine solche Drohne zum Zeitvertrieb ins Ziel steuern. So könnte das Pentagon sogar die Ausgaben senken. Fürs betanken der Drohnen kämen Typen wie Beisserchen und Nummer 3 aus den populären James Bond Filmen in Frage. Oder Behinderte. Es ist nicht auszuschliessen, dass ein geistig Behinderter soweit geschult werden kann,  eine Drohne zu betanken und deren Bombenschacht neu zu befüllen. Man könnte das sogar PR wirksam als Integrationserfolg von Behinderten in die Arbeitswelt vermarkten. Die Frage bleibt bloss, wer die Drohnentankwarte schult und wer die Drohnen weiterentwickelt. Wenn die Ingenieure ebenfalls den Dienst quittieren und auch keiner mehr Raketen zusammenschrauben will, müsen die Drahtzieher der Schlächtereien eines Tages selbst in den Blaumann steigen.