Der Geist der Wahrheit

Der Geist der Wahrheit durchstrahlt alles. Nicht bloss das, was glänzt, glänzt durch seine Kraft. Auch das Hässliche, verströmt seine Hässlichkeit durch seine Kraft und das Belanglose seine Belanglosigkeit. Wahrheit übersteigt  den Verstand, übersteigt das Gefühl und übersteigt den Instinkt. Dennoch sind alle von ihr durchstrahlt. Diese Tatsache macht jedoch weder das Glänzende zu etwas Trübem noch das Hässliche zu etwas Schönem. Das Belanglose bleibt Belanglos. Lügen werden nicht zu Wahrheiten, weil sie vom Geist der Wahrheit durchströmt sind. Ebensowenig werden Wahrheiten zu Lügen. Sie müssen schon von uns dazu gemacht werden, von unserem kleinen Geist des Machers. Unser kleiner Geist des Machers hat einen Feind: den Geist der Wahrheit. Bloss ist der Geist des Machers ebenfalls vom Geist der Wahrheit durchdrungen. Wir irren, vom Geist der Wahrheit getragen, zur Quelle…

10 Minuten konstruktive Vorschläge in Erwartung des Mahdi

Präsident Achmadi Nejad brauchte dieses Jahr bloss zehn Minuten. Er schlug eine Neuordnung der UNO vor mit einer zukünftigen Gleichberechtigung aller souveränen Staaten bei der Ausarbeitung und Einhaltung internationaler Normen. Zudem forderte er die Rückgabe der gestohlenen Gebiete an die Palästinenser und machte die imperialen Mächte auf ihre inneren Widersprüchlichkeiten aufmerksam. All das ändert natürlich nichts an gewissen Rückständigkeiten im Iran, aber die UNO ist ja nicht der Ort um internde Angelegenheiten einzelner Nationen zu diskutieren. Sonst müsste man ja auch von den amerikanischen Gefängnissen sprechen, die mit ihrer auffällig schwarzen Belegschaft für NIKE produzieren, den verwahrlosenden Veteranen mit Kriegstrauma. Die horrenden Studiengebühren..

Die ausführlichere Rede vor der General Assembly.
 

Norbert Brakenwagen liest die globale Verfassung

Nach dem Interview auf Schweiz 5 hat sich Norbert Brakenwagen die Zeit genommen, mein Buch ganz zu lesen und es gestern auf Time To Do nochmals ausführlich vorgestellt. Der nächste logische Schritt wäre eine Debatte der vorgestellten Thesen  der „Globalen Verfassung“. Denn schon jeder einzelne Artikel der Verfassung – mal ganz abgesehen vom Grundlatenteil „Diagnose“ –  enthält eine Menge Sprengstoff und auch eine Menge Fehler, weshalb ich mittlerweile an einem neuen Buch arbeite. Nicht nur Rousseau war mit seinem „Gesellschaftsvertrag“ unglücklich, auch ich bin es mit der „Globalen Verfassung“.  Mir ist mittlerweile klar geworden, dass es eine globale Verfassung so nicht geben kann, sondern bloss allgemein anerkannte universelle Spielregeln und Gesetze. Das mag nach Spitzfindigkeit riechen, aber wer Worte und ihre Bedeutung schätzt und liebt, ahnt worauf ich hinaus will. Ein Beispiel: Die 12 Volt Autobatterie ist ein weltweiter Standard. Es gibt eine übersichtliche Anzahl von Typen für kleinere und grössere Motoren. Abgesehen davon sind sie universell verwendbar. Man kann deshalb von einem Universalstandard sprechen. Ich habe noch nie von jemandem gehört, der gegen die grausame Unterdrückung der Völker dieser Erde protestierte, weil sie mit einer 12 Volt Batterie in tyrannischer Weise gleichgeschaltet werden. Jeder, der für besondere Zwecke eine andere Batterie, mit einem anderen Standard braucht, kann diese abgesehen davon selber herstellen oder herstellen lassen. Ein einheitlicher, universeller Standard dient den Menschen. Damit wird natürlich nicht beantwortet, ob uns Autobatterien, Autos und anderer Zivilisationskram wirklich dienen oder uns letztlich zu entfremdeten Plastikwesen degradieren.

Ich glaube, dass Spielregeln, welche von allen Völkern auf dem Planeten genutzt werden können, den Charakter von solchen Universalstandards haben sollten. Also auch immer die Möglichkeite offen lassen, für besondere Zwecke einen eigenen Standard zu entwickeln – der vielleicht sogar eines Tages zum neuen Universalstandard wird, falls er das Zeug dazu hat. Es gibt noch einen weiteren Grund, warum ich mich vom Wort „Global“ immer mehr distanziere: es hat den Beigeschmack des ultimativen Egos, so wie es uns mittlerweile als Ökofaschismus begegnet, als kollektive Furcht vor der Zerstörung des Planeten, und so wie wir es schon lange kennen, als Traum einzelner Familien, Völker und Religionen (allen voran die Zionisten und amerikanischen Evangelisten) die Globale Weltherrschaft zu errichten. Global bezieht sich auf unsere Besessenheit von unserer Existenzangst auf diesem endlichen, gleichzeitig fragilen und urmächtigen Geschöpf Mutter Erde. Universell hingegen, bezieht sich auf den Geist und das Herz. Das Universelle fürchtet sich nicht vor Untergang und Tod, es umsorgt alles Lebendige. Wir studieren ja übrigens auch nicht in der Globalität sondern in der Universität – auch wenn mittlerweile Ersteres häufiger auf diese postmodernen Indoktrinationsanstalten zutrifft.

Fortsetzung folgt. Hier die Sendung auf Time To Do

Venus 2.0

Jacque Fresco hat es endlich geschafft, zumindest teilweise, die politische Dimension in seinen naturwissenschaftlich-technischen Diskurs zu integrieren. Das ist ein grosser Schritt. Im neuen Film über das Venus Project, wird die blockierende Funktion des Geldes in seiner heutigen Natur sehr anschaulich dargestellt. Jene, die seine futuristischen Modelle von Häusern und Raumschiffen nicht mögen, sollten sich dadurch nicht davon abhalten lassen, die Essenz seiner Arbeit zu erkennen, welche nichts mit Design und Ästhetik zu tun hat. Jacque Fresco selbst sagt: Seine Modelle sind bloss Illustrationen seines Weltbildes, keine Baupläne für eine technokratische Diktatur.

Der Film kann mit deutschen Untertiteln geschaut werden – auf CC unter dem Bild klicken.

Die Globale Verfassung bei Time To Do

Letzte Woche war ich bei Schweiz 5 für ein Interview eingeladen. Auf diesem Regionalsender, der in Langenthal produziert, empfängt Norbert Brakenwagen jeden Abend von Montag bis Freitag zwischen 20 und 21 Uhr einen anderen Gast zu einem Gespräch. Schwerpunkte seiner Sendung sind esoterische Themen, die Initiative Grundeinkommen und Geldreform, 9/11 sowie eine Menge andere Inhalte, die von den Massenmedien geächtet wurden. Vor einigen Wochen war zum Beispiel der iranische Botschafter in Bern zu Gast. Norbert bezeichnet den Sender als den letzten freien in Europa.
Hier die Aufzeichnung des Gesprächs.

Hat Herr Popp mein Buch kopiert? Nein. Ideen liegen bekanntlich in der Luft

Herr Popp gehört zur Fraktion der Geläuterten. (wer gehört nicht dazu, der beginnt, seine Augen zu öffnen?) Eine zivilisierte, deutsche Version von John Perkins sozusagen, dem die Läuterung im wahrsten Sinne ins Gesicht geschrieben steht. Herr Popp hat sich selbst aktiv am System beteiligt und wohl sogar daran geglaubt, in seinem Vorleben als Manager. Nun ist Herr Popp Leiter seiner Wissensmanufaktur und klärt zusammen mit Rico Albrecht in Vorträgen die Zuhörer auf. Eine seltene Blume im Garten des Herrrn. Er versteht es, sich über die auch in intellektuellen Kreisen verbreiteten Grabenkämpfen hinwegzusetzen, ohne dabei den Humor zu verlieren. Er forderte bei seinem letzten Vortrag im  Alpenparlament auch dazu auf, diese Grabenkämpfe endlich zu beenden.
Seine wichtigsten Anliegen sind im Grundlagenpapier Plan B zusammengefasst. Viele seiner Ideen überschneiden sich in verblüffendem Masse mit jenen in meinem Buch „Die Globale Verfassung“. Sei es das Thema Geldschöpfung, die Pressefreiheit oder das Bodenrecht. Man kann sehr gespannt sein, was geschieht, wenn Herr Popp einer grösseren Öffentlichkeit zugänglich wird. Mehr Öffentlichkkeit ist  seiner Arbeit auf alle Fälle zu wünschen!

Der Plan B von Herrn Popp kann auch hier direkt als PDF heruntergeladen werden.

2012

„…..in earlier times it was easier to control a million people, literally, than physically to kill a million people. Today it is infinitely easier to kill a million people than to control a million people.“        –        Zbigniew Brzezinski

Das grösste Rätsel unserer Zeit bezeichne ich als Informationsparadox. Es handelt sich dabei um das Phänomen des rasant wachsenden Widerspruchs zwischen global verfügbaren, zirkulierenden Informationen einerseits, die seit dem Anschluss der Mobiltelefone ans Internet bald für jeden Menschen der Erde zugänglich sind und der global konzentrierten Kontrolle über Land, natürliche Ressourcen und Gesetzgebung in den Händen einiger hundert Familien, Grosskonzerne und Banken andererseits. (sehr schön dokumentiert von dieser kürzlich veröffentlichten ETH-Studie) Mit zirkulierenden Informationen meine ich wohlgemerkt nicht die Nachrichten über das Privatleben von Filmstars, sondern jene Informationen, die uns potentiell dazu verhelfen, uns selbst und unseren Lebensraum Erde zu verstehen und sinnvoll zu nutzen. Wissen, Knowhow.

Man könnte davon ausgehen, dass die universelle Verfügbarkeit von immer besseren und umfassenderen Informationen auch jene Menschen zu einer inneren Transformation bewegt, welche die besagte Kontrolle über die Ressourcen ausüben. Doch dem ist ganz offensichtlich nicht so. Dies zeigt sich mittlerweile auch in ihrem Versuch, den Informationsfluss im Internet zu kontrollieren. Die Kontrolle der westlichen Medien ist sogar schon nahezu total. Wir leben de fakto bereits mit einem totalitären Mediensystem. Während es im Vorfeld des zweiten Irakkrieges noch starken Widerstand in den europäischen Medien gab, wurde mit dem Krieg gegen Khaddafi ein neues Zeitalter eingeläutet. Die westlichen Medien standen vereint hinter USA und NATO. Es war relativ einfach, weil Khaddafi mit seinem sehr zweifelhaften, nicht selten ruppigen Regierungsstil leicht diabolisiert werden konnte. In Syrien ist man jedoch mittlerweile dazu übergegangen, systematisch die Realität sozusagen virtuell zu erschaffen, da Assad einfach nicht in das Schema des Diktators hineinpasst und die Menschen in Syrien bei weitem nicht so unglücklich sind, wie man es uns weismachen will (1,2) und mehr unter den Bombenangschlägen und Enführungen der bewaffneten Rebellen, als der Syrischen Armee zu leiden haben. Dabei stört auch nicht weiter, dass die Nachrichtenagentur Reuters vor der Gefahr von Al-Quaida warnt und gleichzeitig die Rede der Nr.1 von Al-Quaida reportiert, in der er zum Sturz des Regimes von Assad aufruft. Es stört genau so wenig, wie die Tatsache, dass in Libyen nun Menschen an der Macht sind, die Al-Quaida angehören, die die Scharia einführen und die Frauen ihrer von Khaddafi verliehenen Rechte wieder berauben…Die Menschen im Westen scheinen tief und gründlich zu schlafen. Vielleicht handelt es sich bei solchen Meldungen um eigentliche Tests, um zu überprüfen, ob sie tatsächlich nicht mehr aufwachen.

Jene Wenigen, die die physischen Ressourcen und die Gesetzgebung auf unserem Planeten kontrollieren, wollen also auch die metaphysischen Ressourcen kontrollieren. Dabei stossen sie immer wieder auf den gleichen inneren Widerspruch, der sie wohl rasend machen muss: damit Menschen gewinnbringend arbeiten können, brauchen sie Informationen, je mehr, desto besser. Wenn die Informationen zu stark reguliert werden, können sie nicht mehr gewinnbringend arbeiten. Wenn sie die Informationen jedoch auf allen Ebenen frei zirkulieren lassen, werden die Menschen früher oder später das Machtmonopol der Wenigen in Frage stellen und beseitigen wollen. Sie können zwar versuchen Menschen den freien Zugang zu gewissen Ebenen, zum Beispiel naturwissenschaftlichen Informationen zu gewähren. So würden die Menschen nach und nach zu einer Art Werkzeugroboter mutieren, die irgendwelche Güter hocheffizient produzieren und ebenso effizient konsumieren, ohne ihre sozial und spirituelle Unterwerfung zu bemerken, aber das wird letztlich nie funktionieren, weil jeder Mensch eine inhärente Erinnerungsfunktion an sein wahres, göttliches Wesen hat. Die Wenigen sind also mit einem  Widerspruch konfrontiert, der tatsächlich nur dadurch zu lösen ist, indem sie sich entweder selbst an ihr göttliches Wesen erinnern, abdanken oder unsere Zivilisation auslöschen.